Die Berg- und Talfahrt der Verbandsliga-Kicker des TV Askania Bernburg in der Vorbereitungsphase setzt sich fort. Nach dem schwachen Auftritt beim glanzlosen 3:0-Erfolg am Mittwoch bei Landesklasse-Vertreter LSG Lieskau zeigten die Saalestädter gegen die U 23 des FC Erzgebirge Aue ein ganz anderes Gesicht, obwohl die Gastgeber gegen den Oberligisten aus Sachsen mit 1:2 (0:2) verloren.
"Die Jungs haben gezeigt, was in ihnen steckt und über welches Potenzial sie verfügen. Über ein 2:2 hätten sich die Auer nicht beschweren können", meinte Bernburgs Trainer Thomas Diedrich nach dem Abpfiff. Die Gastgeber setzten auf dem hervorragend präparierten Rasen die ersten Akzente. Tobias Donath (5.) jagte den Ball aus zehn Metern jedoch hoch in den Fangzaun. Den Schuss von Michael Schmidt (6.) parierte Aues Keeper Marius Schulze. Doch nach 20 Minuten nahmen die Gäste das Heft des Handelns in die Hand. Felix Kuhnert (23.) jagte das Leder über den Kasten. Den Schuss von Thomas Stock (25.) blockte der überragend spielende Stephan Duscha kurz vor der Torlinie ab. Der dritte Versuch der Erzgebirgler zappelte im Netz. Than Giang Nguyen tanzte Jan Bauer aus und vollendete aus halblinker Position eiskalt.
Spielertrainer Skerdilaid Curri war in erster Linie dafür verantwortlich, dass die Gäste das Übergewicht gewannen. Der Albaner machte praktisch den Unterschied in einem Duell zweier Teams auf Augenhöhe aus. Der Routinier war immer anspielbar. 95 Prozent seiner Pässe landeten beim Mitspieler. Außerdem sorgte der 36-jährige ehemalige Zweitliga-Profi für den Glanzpunkt des Nachmittags. Aus 20 Metern von der halblinken Position schlenzte der Spielertrainer unhaltbar für Askania-Torhüter Patrick Baldauf den Ball in die lange Ecke. "Meine Spieler waren nach der harten Belastung ein wenig müde und haben auch einige Fehler gemacht, durch die Bernburg zu Chancen kam", lautete das Fazit von Curri.
Nach dem 0:2 gaben sich die Hausherren noch nicht geschlagen. Daniel Ochmann (53.) und zweimal Schmidt (54., 60.) hatten den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Auf der anderen Seite verhinderten Felix Jesse (62.), der einen Schuss von Kuhnert von der Linie holte, und Baldauf mit einer Glanzparade beim Kopfball von Felix Röder (63.) das 0:3. So wurde es nach dem Anschlusstor von Matthias Härtl, der mit einem sehenswerten Heber aus 35 Metern den zu weit aus dem Tor herausgestürzten Auer Schlussmann überlistete, noch einmal spannend. Härtl (82.) vergab die riesige Chance zum Ausgleich, als er Torhüter Schulze schon umkurvt hatte, aber sich das Leder dabei zu weit vorgelegt hatte. Thomas Duscha (86.) scheiterte völlig frei aus elf Metern an Schulze.
"Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, hatten auch noch einige Abstimmungsprobleme in den Viererketten. Wir hatten jedoch mit Stephan Duscha und Jan Bauer zwei sehr solide agierende Innenverteidiger", sagte Diedrich.