Fußball: Drei-Länder-Team trifft Union

09.05.2012 18:09 Uhr | Aktualisiert 09.05.2012 18:51 Uhr
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Vision

So könnte es vielleicht am 7. Juli in Annaburg aussehen, wenn die Fans von Union Berlin ihr Team zum Freundschaftsspiel begleiten. (FOTO: ARCHIV/DPA)

Von sven gückel und andreas richter
Es wird mit Sicherheit das Fußball-Spitzenspiel in der Sommerpause. Zweit-Bundesligist Union Berlin läuft am 7. Juli um 14 Uhr im Annaburger Waldstadion auf.
annaburg/MZ. 

Es wird mit Sicherheit - wenn nicht noch ein anderer Verein in der nächsten Zeit was aus dem Hut zaubert - das Fußball-Spitzenspiel in der Sommerpause. Zweit-Bundesligist Union Berlin läuft am 7. Juli um 14 Uhr im Annaburger Waldstadion auf. Die Hauptstädter treffen in der Partie in der Heidestadt auf eine Regionalauswahl mit Kickern aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg.

Starke Kräfte bündeln

"Wir wollen den Profis ein Regionalteam entgegen stellen, das die stärksten Kräfte bündelt", sagt Roland Höhne, Präsident von Grün Weiß Annaburg. Den guten Verbindungen des Präsidiums der Grün-Weißen zum Vorstand von "Eisern" Union - die Kontakte stellte Jörg Höhne, Bruder des Grün-Weiß-Präsidenten und Mitglied bei Union Berlin, her - ist es zu verdanken, dass dieses Treffen zustande kommt. Doch statt daraus ein Fußballfest nur für Annaburg zu machen, hegte man bei Grün-Weiß von Beginn an andere Pläne. "Unser Ziel ist es, die gesamte Region teilhaben zu lassen", sagt Höhne. Konkret heißt das, dass nicht nur Annaburger Spieler auflaufen werden, sondern die besten Fußballer aus den Regionen Wittenberg, Herzberg und Torgau. Kräfte bündeln und länderübergreifend Akzente setzen, lautet das Motto. Einerseits mache dies das Spiel für die Zuschauer noch interessanter, zum anderen können die Gäste auch mit einem stärkeren Gegner rechnen, sagt Höhne. Den Berlinern dürfte das nicht ungelegen kommen. Denn das Spiel zeichnen sie per Video auf, um es den daheim gebliebenen Fans zu zeigen. Zudem soll so auch eine spätere Spielanalyse möglich sein. Mittlerweile hat das Vorhaben konkretere Züge angenommen, wie Annaburgs Geschäftsführer Torsten Harm der MZ berichten kann. "Nein", meint er lachend am Telefon, "eine offizielle Bewerbung für Kicker, die mitmachen wollen, ist nicht möglich." Denn die Gastgeber sind einen ganzen Schritt weiter. "Im Grunde genommen steht die Mannschaft fest. Es kann noch zu kleinen Veränderungen kommen, aber die Kontakte sind geknüpft." Demnach werden Kicker von Landesliga- und Landesklassenteams aus Piesteritz, Jessen, Elster, Gräfenhainichen, Klieken, Trebitz (alle Sachsen-Anhalt), Torgau (Sachsen), Schönewalde, Schlieben (beide Brandenburg) plus Gastgeber Annaburg auflaufen. Laut Harm umfasst der Kader 20 Spieler. Trainiert werden diese von Detlef Stache (Elster) und Uwe Rohlik (Annaburg).

Nur zwei Trainingseinheiten

Für die beiden wird es jedoch nicht einfach werden, was die Vorbereitung betrifft. Torsten Harm erklärt, "dass momentan ein gemeinsames Training nicht möglich ist, es läuft ja überall noch der normale Ligaalltag". Da aber die letzten Spieltage erst am 16. Juni über den Rasen gehen, gehen die Coaches von wohl nur zwei gemeinsamen Trainingseinheiten aus.

Nicht zu vergessen ist, dass am 7. Juli auch der Nachwuchs sein Können unter Beweis stellt. Um 16.30 Uhr treffen die D-Jugendmannschaften von Annaburg und Dynamo Dresden aufeinander.

Karten für das Unionspiel sind in den Intersport-Geschäften Wittenberg und Jessen, den Edeka-Neukauf-Märkten Jessen und Annaburg sowie bei Spielen von Grün-Weiß im Stadion erhältlich. Sie kosten im Vorverkauf acht, an der Tageskasse zehn Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Zutritt.