Der VfL Halle 96 geht bereits in seine dritte Oberligasaison und wird sich am Mittwochabend ab 19 Uhr in Sandersdorf mit den Unionern messen. Ausgerechnet zwei einstige VfL-er und heutige Sandersdorfer Innenverteidiger werden im Aufgebot des Gastgebers nicht dabei sein. Michael Stelzl spielte in der Jugend sogar im Angriff der Hallenser, laboriert an einer Oberschenkelverletzung und schaut nur zu. Torsten Lehmann steht noch heute unter den ersten Drei in Punkto absolvierter Pflichtspiele für die 96er. Er weilt hingegen im Urlaub. Nach den letzten guten Auftritten gegen die HFC-Reserve, Rasenball Leipzig sowie zuletzt in Leipzig-Leutzsch dient dieser Vergleich mit dem Oberligisten als weitere Standortbestimmung für die Unioner.
Alte Hasen testen in neuen Vereinen
Bei gleicher Anstoßzeit - nur vier Kilometer nordwestlich - gibt es ein Kräftemessen der SG Rot-Weiß Thalheim mit dem Verbandsligarückkehrer VfB IMO Merseburg. Die Gäste leisteten sich zuletzt mit Thorsten Görke einen weiteren namhaften Neuzugang. Görke trug früher die Kapitänsbinde des Halleschen FC und wechselte dann in die Messestadt zum 1. FC Lok Leipzig, wo der 35-jährige defensive Mittelfeldmann zuletzt nur in der Reserve spielte.
Zu den "jungen Wilden" gesellt sich damit neben Michel Petrick, dem Ex-Wolfener David Quidzinski und dem aus Sandersdorf gekommenem noch verletzten Keeper Christian Bölke noch ein gewisses Paket an Erfahrung. Ebenfalls einiges an Erfahrung bietet auch die Thalheimer Elf auf. Mit den Nord-Merseburgern präsentiert sich, nach dem Sieg der Rot-Weißen in Arnstedt (1:0), nochmals ein ganz harter Brocken im Sportpark. Die IMO-Vorbereitung gleicht hingegen einer Achterbahnfahrt. Einem Sieg gegen den HFC II (2:1) folgten regelrecht bunte Ergebnisse, welche zuletzt in einer 1:5- Niederlage beim SV Dessau 05 gipfelten.
Das erste Vorbereitungsspiel bestritten die Männer vom Merseburger Ulmenweg Ende Juli hingegen beim Landesligaaufsteiger SV Friedersdorf. Es endete mit einem 2:2- Unentschieden. Die Friedersdorfer empfangen am Mittwochabend bereits 18.30 Uhr den SV Germania Roßlau und damit gleichzeitig den alten Kameraden Dmytro Nesterovskyy. Der Verteidiger wechselte vom SVF über die ASG Vorwärts Dessau zu den Germanen und wird sich am Mittwoch an alter Stätte präsentieren. "Hoffentlich werde ich mich mit der aktuellen Roßlauer Mannschaft hier nicht ein drittes Mal blamieren. Zuletzt wurden wir vom SVF zweimal ordentlich abgeschossen", hofft der Ukrainer auf eine sportlich friedlichere Rückkehr. "Wir haben zwei wichtige Spieler verloren und viel Masse anstelle Klasse hier in Roßlau dazubekommen", so Nesterovskyy, der sich auf Friedersdorf freut, jedoch mit einem unguten Gefühl im Magen mit dem Landesklasseteam seiner Germanen anreist.
Auch ein Testspiel in Köthen
Am Donnerstag gibt es an der Köthener Rüsternbreite ab 19 Uhr den Vergleich zwischen dem CFC Germania 03 und dem SV Blau-Weiß Schortewitz.