René Stepputtis, Ingrid Sekora, Falk Brämer, Andrea Senst, Stephan Arnhold und Gudrun Brämer (v. links) gehören der KSB-Tipprunde an. (FOTO: KLITZSCH)
Die Fußball-Europameisterschaft ist für sie schon so gut wie gelaufen. Donnerstagabend kickt das Deutsche Nationalteam in Warschau fix Italien aus dem Wettbewerb, am Sonntag wird es dann die Portugiesen beim Finale in Kiew treffen. Vorausgesetzt, die haben Mittwochabend ihr Halbfinale gegen Spanien gewonnen. Wovon aber alle im Vorfeld ausgingen.
Nur eine hat ihre Zweifel
Wenn es nach der EM-Tipprundengemeinschaft beim Wittenberger Kreissportbund geht, kann somit bereits alles für eine ordentliche Siegesfeier in der Sonntagnacht hervorgeholt werden. Man ist sich einig. Fast. Nur Andrea Senst hat ihre Zweifel. Sie traut dem deutschen Halbfinal-Gegner doch glatt einen 3:1-Erfolg zu. "Nein, da irrt Andrea sich diesmal doch gewaltig", stellt Stephan Arnhold gleich mal fest. Der Geschäftsführer des KSB ist felsenfest überzeugt, dass Deutschland 2012 nicht wieder scheitert. "Wir haben was gut zu machen. Und das schaffen die Jungs auch." Seine Prognose: Donnerstagabend 3:1, Deutschland zieht ins Finale und gewinnt auch dort.
Das sieht KSB-Präsident Winfried Melzer ebenso. Er setzt sogar auf das gleiche Ergebnis wie Arnhold. Nur hat seine Meinung in diesem Fall eigentlich nur theoretische Belange. Denn ausgerechnet Melzer hält sich beim Vorhersagen heraus. Warum eigentlich? Fürchtet der Präsident womöglich den Spürsinn der Damen, die in den vergangenen Jahren immer weit vorn lagen, und möchte sich nicht blamieren?
"Nein", meint Melzer laut lachend, "solche Tipprunden liegen einfach nicht in meiner Natur. Ich verfolge lieber von Außen das Geschehen und freue mich dann mit denen mit, die richtig tippen".
Sieben Damen und Herren (Mitarbeiter Geschäftsstelle, KSB-Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitarbeiter) haben sich diesmal auf das Spiel eingelassen. Im Büro liegt der fein säuberlich aufgestellte EM-Plan auf dem Tisch. Getippt werden alle Begegnungen, nicht nur die der Deutschen. Drei Punkte gibt es für die genaue Prognose, einen, wenn zumindest Sieg oder Niederlage richtig vorausgesagt wurden.
Momentan hat erneut eine Frau die Spitzenposition inne. Ingrid Sekora tippte bislang allein fünfmal das exakte Ergebnis, zweimal mutmaßte sie dabei das Abschneiden der Deutschen genau voraus. Falk Brämer und Stephan Arnhold folgen auf den Plätzen zwei und drei. Hinter Eva Tominski - die ihre Tipps in dieser Woche sogar telefonisch aus dem Ostseeurlaub durchgibt - bilden René Stepputtis, Gudrun Brämer und Andrea Senst die Schlussgruppe (alle gleiche Punktzahl).
Sekora schwer zu schlagen
René Stepputtis ist sich fast sicher, dass Ingrid Sekora diesmal das Rennen macht. "Es sind nur noch wenige Partien, Ingrid hat bereits einen ordentlichen Vorsprung auf Falk." Da müsste die Spitzenreiterin schon völlig danebenliegen, um sich von Platz eins verdrängen zu lassen. "Ich habe das Gefühl, dass wir Männer erneut von einer Frau geschlagen werden", gibt Stepputtis zu. Dabei lacht er jedoch. "Nein, uns grämt dies nicht. So bierernst nehmen wir das Ganze nun auch nicht".
Immerhin kann sich der richtige Tipp auszahlen. Es winkt eine Belohnung. Jeder Mitspieler hat im Vorfeld etwas von seinem Taschengeld spendiert, um einen kleinen Pokal zu kaufen. Stepputtis: "Eine Erinnerung für die Schrankwand."