Fußball: Erster Wechsel steht schon fest

31.05.2012 15:05 Uhr | Aktualisiert 31.05.2012 19:17 Uhr
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Ein Ball rauscht ins Netz. (SYMBOLFOTO: DPA)

Von detlef liedmann
Unterschiedlicher könnten die Aufgaben für die Verbandsligisten aus dem Mansfelder Land kaum sein. Während Edelweiß Arnstedt beim Vorletzten, Fortuna Magdeburg ran muss, reist der 1. FC Romonta Amsdorf nach Bernburg. Dort wartet mit Askania einer von aktuell noch fünf Aufstiegskandidaten auf Romontas Elf.
eisleben/MZ. 

Kansy verlässt Edelweiß

Was beide Spiele eint: Fragt man die Trainer nach den Personalien für die kommende Saison, heißt es hier wie dort, es sei noch zu früh, darüber zu reden. Mit einer Ausnahme: "Marius Kansy wird uns nach nur einer Saison verlassen", sagt Arnstedts Trainer Mark Jonekeit. Wohin? "Das kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Letzter Stand war Sandersdorf." Und: "Klar lassen wir ihn ungern gehen. Aber Christian Kurth hat ja in dieser Saison schon gezeigt, dass er ebenbürtig ist", so Jonekeit. Und, wer wird die letzten drei Spiele bestreiten? "Das entscheide ich aus dem Bauch heraus. Vielleicht einer zwei, der andere eins. Oder jeder eins und im letzten Spiel wechsele ich", schwankt Jonekeit hier noch.

Doch so oder so. Am Samstag stehen in Magdeburg nur drei Punkte als Tagesziel an. "Ohne Wenn und Aber, wobei wir den Gegner keinesfalls unterschätzen werden." Das Hinspiel hatten die Edelweißen 5:1 gewonnen. Gleichwohl stand es im Spätherbst am Anger bis weit in die zweite Hälfte 1:1, "weil wir Fortuna lange bei Laune gehalten haben." Deshalb komme es am Samstag darauf an, den Magdeburgern so schnell wie möglich die Laune am Fußball zu verderben. "Wir haben zuletzt zwei Spiele in Folge gewonnen. Diesen Schwung wollen und müssen wir mitnehmen", fordert der Trainer von seiner Mannschaft.

Aushilfe in der Zweiten

Für Amsdorf wird es schwierig, am Samstag in Bernburg etwas zu reißen. Denn zu ohnehin dünnen Personaldecke kommt auf der Saisonzielgeraden ein weiterer Knackpunkt hinzu: Die zweite Mannschaft muss in der Kreisoberliga noch fürs Klassenziel punkten. So sind von dort keine Nachrücker zu erwarten, sondern es wird er Aushilfe aus dem Verbandsligateam für die Reserve geben. "Damit müssen wir leben. Aber die drei Spiele schaffen wir auch noch", so Trainer Ronald Wendler. Ob für die neue Saison zumindest quantitativ Besserung in Sicht ist? "Na klar führen wir Gespräche mit Spielern, die zu uns passen könnten. Aber die sondieren doch alle erst mal noch", sagt Wendler. Am Samstag muss er zudem auf Robin Scheibe und Jan Eberhardt verzichten. Scheibe hat sich bereits am lädierten Sprunggelenk operieren lassen, damit er mit Beginn der Saisonvorbereitung sofort wieder einsteigen kann. Und Eberhardt ist nach der fünften gelben Karte gesperrt. "Da können und müssen jetzt mal die anderen Spieler zeigen, dass sie zu Unrecht auf der Bank gesessen haben", fordert Wendler. Mit einer Aussage zum Tagesziel hält er sich indes zurück. "Wir wissen, dass das eine ganz schwierige Aufgabe wird. Die Bernburger wollen mit Sicherheit ihre Minimalchancen auf den Aufstieg wahren. Da müssen wir von der ersten Minute hochkonzentriert sein, sonst überrennen sie uns." Dabei spielte Amsdorf auswärts oft gar nicht so schlecht, meist aber eben doch erfolglos.