Fußball: Frose verabschiedet sich endgültig aus dem Titelkampf

17.04.2012 19:07 Uhr | Aktualisiert 17.04.2012 19:35 Uhr
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Nico Umlauf ist am Ball

Der Froser Nico Umlauf (l.) sucht eine Anspielposition. (FOTO: HELMUT WITTE)

Von helmut witte
An der Tabellenspitze der Kreisliga Süd zieht der heiße Titelanwärter Einheit Bernburg mit einem stattlichen Sieben-Punkte-Polster vor der Eintracht aus Peißen weiter einsam seine Kreise.
aschersleben/MZ. 

Während sich die Eintracht noch geringe Titelchancen ausrechnen kann, dürfte für die beiden Verfolger Concordia Nachterstedt und Froser SV der Traum von der Meisterschaft bereits ausgeträumt sein. Am Tabellenende deutet vieles darauf hin, dass Saxonia Gatersleben und die Landesklassen-Reserve der SV Lok Aschersleben den Abstieg unter sich ausmachen werden.

Für den überwiegenden Teil der Mannschaften aus der Ascherslebener Region war der 21. Spieltag alles andere als berauschend. Denn von diesen beiden konnte nur Nachterstedt einen Sieg landen und damit auf Tabellenplatz drei klettern.

Im mit Spannung erwarteten Verfolgerduell zwischen Frose und der Eintracht aus Peißen erwischte das Froser Team von Trainer Jens Hartung einen rabenschwarzen Tag. Dabei starteten die Gastgeber mit guten Aktionen recht vielsprechend. Doch der verhalten startende Tabellenzweite fand schnell den Spielfaden und ging durch Marcel Micklisch (18.) sowie Andreas Lehmann (21.) per Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Bei den nun sichtlich geschockten Frosern lief nichts mehr zusammen. Als dann die Gäste durch ihren Torjäger Micklisch auf 3:0 (57.) davonzogen, war schon mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Doch die letzten 20 Minuten, die nichts für schwache Nerven waren, hatten es noch einmal in sich. Binnen drei Minuten konnten die Froser durch Max Werner (71.) und Sven Ottenroth (74.) auf 2:3 verkürzen und damit auf mindestens einen Punkt hoffen. Dieses Hoffen wurde in den letzten sechs Spielminuten gründlich über den Haufen geworfen. Die Gäste brachten die Hausherren in kurzer Folge mit 2:6 ins Hintertreffen. In der Schlussminute verkürzte Max Werner noch auf den 3:6-Endstand. "Mit dieser Leistung haben wir im Titelrennen nichts verloren. Das, was wir über weite Strecken geboten haben, war schlichtweg Angsthasen-Fußball", so der Froser Trainer Jens Hartung.

Concordia Nachterstedt war gegen Blau-Weiß Könnern vom Start weg sofort tonangebend. Aber in Sachen Chancenverwertung war jedoch zu viel Sand im Getriebe. Mit einer Nachterstedter 2:0-Führung durch Treffer von Michael Rauhut (21.) und Tino Falke (45.+1), wurden die Seiten gewechselt. Michael Behrend (48.), Tino Falke (59.) und Burkart Bothe (90.+2) stellten den verdienten 5:0-Sieg sicher. "Auch wenn wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, der Sieg geht auch in dieser Höhe voll in Ordnung", so der Nachterstedter Trainer Roland Wahle. Der Spitzenreiter SV Einheit Bernburg tat sich gegen die Lok-Reserve über weite Strecken sehr schwer. Das war nicht zuletzt ein Verdienst der Ascherslebener, die eine beachtliche Vorstellung ablieferten und durch David Maywald mit 1:0 (16.) in Führung gingen. Aber schon zur Pause lagen die Kreisstädter mit 2:1 in Front. Auch davon ließen sich die Schützlinge von Trainer Klaus Gebhardt nicht schocken. Erst durch ein Eigentor von Benjamin Fischer (86.) stellten die Kreisstädter die Weichen auf Sieg. Stefan Thol machte mit seinem Treffer (88.) den 4:1-Endstand perfekt. Trotz einer zeitigen 1:0-Führung (5.) hatte der SV Plötzkau gegen Saxonia Gatersleben bis zur Pause Schwierigkeiten. Nach dem Wechsel spielten sich die Plötzkauer in einen Rausch. Am Ende waren die Gaterslebener mit acht Gegentoren noch gut bedient. Giersleben lieferte beim VfB Neugattersleben eine beeindruckende Vorstellung ab, unterlag aber gegen einen im Abschluss wesentlich effektiveren Gastgeber.