Damit reagieren sie auf die schweren Verletzungen von Thomas Bürger, Christoph Lindenberg, Daniel Broß und Jan Fröhlich. "Alle vier werden noch mindestens bis zur Winterpause fehlen", berichtete Schulze.
Neu ins Team kommen Torsten Döppelheuer (27 Jahre, von Kroppenstedt), Christoph Hohmann (29, Harzgerode), Andreas Jäger (23, Badeborn) und André Leschan (18, Nachwuchs Quedlinburg). Alle vier werden die zuletzt nicht so stark besetzte Offensivreihe beleben. Außerdem kehrt Torhüter Michael Bransdor (35) von seinem einjährigem Gastspiel bei Stahl Blankenburg zurück. Insgesamt geht Rieder mit einem 22 Spieler umfassenden Kader in die neue Saison. Torjäger Jens Gerhardt und Andreas Marquardt werden den Trainern dabei aber nur noch bedingt zur Verfügung stehen. Verlassen haben das Team Stürmer André Drewes (Quedlinburger SV), Ersatztorhüter Ingo Witzel (Badeborn) und Sören Nicolai (Laufbahn beendet).
Nach Rang elf in der letzten Saison, möchten Behrens und Schulze wieder in die obere Tabellenhälfte. Trainer André Behrens betonte, "wenn die Mannschaft diesmal vom Verletzungspech verschont bleibt und im Training wieder gut mitzieht, dann sollte ein Platz zwischen vier und acht realistisch sein". Sein Partner Tim Schulze sieht es genauso. "Wir müssen wieder deutlich effektiver vorm Tor werden, dann werden wir das gesteckte Ziel auch erreichen", meinte er. "39 Tore, wie in der letzten Saison, sind da einfach zu wenig."
Für Rieder war es eine Serie, die von Verletzungen und Ausfällen des Stammpersonals geprägt war. Nie konnten die Trainer die gleiche Mannschaft wie am vorigen Spieltag auflaufen lassen. Die Saison begann sehr vielversprechend. Nach drei Siegen (Groß Quenstedt A 2:0, Quedlinburg H 3:0, Wasserleben A 5:3) und einem Unentschieden zu Hause gegen Badeborn (1:1, das Ergebnis wurde später in eine 0:3-Niederlage umgewandelt) fand man sich auf Platz drei wieder. Doch bereits dort hatte man mit Broß (Kreuzbandriss) den ersten Verletzten zu beklagen. Ein Ausfall, der über die Saison nur schwer zu kompensieren war. Nach der Heimniederlage gegen Harzgerode (1:2) erreichte die Personalnot ihren Höhepunkt. Gerade elf Spieler standen beim 1:4 beim Tabellenletzten in Hausneindorf zur Verfügung. Dem 2:0-Heimsieg gegen Elbingerode folgten fünf Niederlagen. Nur den zwei folgenden Heimsiegen gegen Hasselfelde (3:1) und Harsleben (2:1) war es zu verdanken, das das das Team nicht völlig abrutschte. Dazwischen lag das 0:2 in Langeln. Somit fand man sich auf Platz elf (18 Punkte) der Tabelle wieder.
Die Rückrunde begann wieder mit einem Schock. Der bis dahin, starke spielende Christoph Lindenberg zog sich ebenfalls einen Kreuzbandriss zu. Auch Thomas Bürger, Lars Braunsdorf und Jan Fröhlich verletzten sich schwer und fehlten dem Team. Trotzdem gelang zum Rückrunden-Start ein 1:0-Heimsieg gegen Groß Quenstedt. Dem 1:1 in Badeborn folgte das 1:2 in Quedlinburg. Dann gewannen die Grün-Weißen dreimal in Folge, ehe sich Sieg und Niederlage erstmals abwechselten (Zilly A 2:4, Halberstadt H 2:0, Ballenstedt A 1:2). Stark war das 1:1 gegen den späteren Aufsteiger Darligerode / Drübeck, doch zwei Niederlagen folgten. Mit zwei Remis machte Rieder den Klassenerhalt klar (Hasselfelde A 1:1, Langeln H 2:2). Im letzten Spiel in Harsleben war beim 2:6 die Luft raus.
Mit 37 Punkte n und 39:51-Toren fehlten acht Punkte zum angestrebten sechsten Platz. Ausschlaggebend für den Klassenerhalt war die Heimstärke (6. der Heimtabelle). Auswärts präsentierte sich Grün-Weiß aber teilweise erschreckend harmlos (14.).
Ausdruck des Personalmangels ist die Zahl der eingesetzten Spieler - 35 Mann. "Ohne die Unterstützung der zweiten Mannschaft wäre es sehr schwer geworden, die Klasse zu halten", sagte Schulze.
Nach der ersten harten Trainingswoche steht morgen das erste von drei Testspielen auf dem Programm. Um 14 Uhr spielt das Team bei Concordia Nachterstedt (Salzlandl., 3.). Weitere Gastspielen warten in Quedlinburg (4.8., 15 Uhr) und Blankenburg (11.8., 15 Uhr). Am 18. August wird zu Hause der Pokalkampf gegen Germania Wernigerode aufgenommen.