Fußball: Guntsch verdirbt Einstand

22.07.2012 20:51 Uhr | Aktualisiert 22.07.2012 21:13 Uhr
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Patrick Bergmann

Der von Cörmigk nach Gröbzig zurückgewechselte Patrick Bergmann (li.) zieht gegen den Roschwitzer Benjamin Stahn den Kürzeren. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)

Von CARSTEN ROLOFF
Schwarz-Gelb verliert durch Sonntagsschuss in Gröbzig mit 2:3. Schliemann schlüpft in die Rolle des tragischen Helden. Bernburger jagt Elfer über den Kasten.
GRÖBZIG/BERNBURG/MZ. 

Bei seinem Einstand hat fast alles gestimmt, nur nicht das Ergebnis. Der SV Schwarz-Gelb Bernburg verlor das Duell der Landesklasse-Vertreter beim VfB Gröbzig mit 2:3 (1:1), obwohl die Saalestädter zumindest nach dem Seitenwechsel das Geschehen dominierten.

"Der Erfolg für die Gröbziger fiel sehr schmeichelhaft aus. Wir waren speziell in der zweiten Halbzeit in technischer und läuferischer Hinsicht die bessere Mannschaft. An der Einsatzfreude und dem Engagement der Truppe hat es nicht gelegen, dass wir als Verlierer den Platz verlassen mussten. Die Chancenverwertung war der einzige Kritikpunkt. Wir haben es nicht geschafft, das dritte Tor zu machen und wurden dafür knallhart bestraft", lautete das Fazit von Bernburgs neuem Trainer Andreas Schöne.

In den ersten 45 Minuten konnte sich keine Mannschaft entscheidende Vorteile erspielen. Die Rivalen neutralisierten sich, so dass Strafraumszenen Mangelware blieben. Trotzdem gerieten die Gäste durch einen Treffer von Christian Guntsch nach einer halben Stunde in Rückstand. Mit einem Doppelschlag kurz vor dem Seitenwechsel und unmittelbar nach dem Wiederanpfiff drehte Andreas Knop die Partie zugunsten der Schwarz-Gelben.

"Nach der Führung haben wir das Heft des Handelns in die Hand genommen, Spiel und Gegner im Griff gehabt. Auch vom Ausgleich ließen sich meine Schützlinge nicht irritieren", erklärte Schöne. Christian Klemme ließ mit einem verwandelten Handelfmeter dem Bernburger Schlussmann Philipp Müller nicht den Hauch einer Chance.

Die Gäste setzten danach weiter auf die Offensive und waren dem dritten Treffer weitaus näher als die Gröbziger. Stefan Schliemann hätte sich in dieser Partie berühmt schießen können. Der Roschwitzer Angreifer scheiterte nach Zuspiel von Knop am glänzend reagierenden VfB-Schlussmann Kevin Knabe (76.). Vier Minuten später verfehlte sein Kopfball nur knapp das gegnerische Gehäuse. Die klarste Gelegenheit versiebte der Angreifer fünf Minuten vor dem Abpfiff. Nachdem Denny Meier im Gröbziger Strafraum gelegt wurde, jagte Schliemann den fälligen Elfmeter über die Latte. "Stefan schlüpfte in die Rolle des tragischen Helden. Er allein hätte uns zum Sieg schießen können", sagte der Bernburger Coach.

Aber es sollte noch dicker für die Saalestädter kommen, die in der 88. Minute noch einmal gefährlich vor dem Gröbziger Kasten auftauchten. Doch ein VfB-Verteidiger spitzelte das Leder vor dem einschussbereiten Martin Rosemeier aus der Gefahrenzone. Praktisch im Gegenzug setzte sich Guntsch in der Bernburger Hälfte durch, legte sich das Leder kurz vor und zog überraschend aus 25 Metern ab. Der Ball schlug unhaltbar für Müller im Bernburger Gehäuse ein. Dieser Sonntagsschuss verdarb den Einstand von Schöne auf der Roschwitzer Trainerbank.

Bereits am Mittwoch sind die Bernburger erneut in Aktion. In der ersten Runde des Sparkassencups fährt der Landesklasse-Verein als klarer Favorit, aber ohne seinen neuen Coach, zum Salzlandligisten 1. FSV Nienburg. Schöne, der eine schon lange geplante Urlaubsreise antritt, die er vor seiner Zusage beim SV Schwarz-Gelb gebucht hatte, wird von seinem Vorgänger Raimo Lange vertreten.

Gröbzig:

Knabe - Mohs, Arendt, Bergmann, Klemme, Nagel, Guntsch, Rathmann, Stöpel, Berthold, Höpfner

Bernburg:

Richter (46. Müller) - Fritz, Lange, Schmilorz (46. Diege) - Gretzschel (46. Fromm), Stahn, List, Meier (46. Hechler), Schmidt - Knop, Rosemeier (46. Schliemann)

Torfolge:

1:0 Guntsch (30.), 1:1 Knop (45.), 1:2 Knop (47.), 2:2 Klemme (60., Handstrafstoß), 3:2 Gunsch (89.)