Spielbälle liegen auf dem Rasen. (SYMBOLFOTO: DPA)
Am Donnerstagnachmittag war Abschlusstraining auf dem Sportplatz des FSV Dieskau. Standardsituationen wie Freistöße und Eckbälle sowie das Abwehrverhalten hatte Trainer Bernd Voigt noch einmal angesetzt. Die elf- und zwölfjährigen Fußballer der Auswahl Kabelsketal bereiten sich auf das internationale Turnier um den Gebel-Cup vor. Am Samstag haben sie ihren großen Auftritt. "Ich gehe davon aus, dass wir in unserer Vorrunde gegen den Chemnitzer FC, RB Leipzig und Union Berlin vorwiegend in der Abwehr gefordert sein werden", sagt der Trainer.
Erstmals in der Turniergeschichte treten die Gastgeber-Vereine aus Dieskau und Gröbers gemeinsam mit der SG Großkugel in einer Auswahl an. Die Qualifikation dafür war hart. "Seit acht Wochen trainiert die Mannschaft jeden Donnerstag. Den Kader haben wir im Laufe der Zeit von 26 auf 16 Spieler reduziert. Beim Turnier selbst gehören aber nur zwölf Spieler zu einer Mannschaft, weil in dieser Altersklasse noch auf dem Kleinfeld gespielt wird", erklärt Voigt.
Auch der Trainer hatte im Laufe der Vorbereitung mit den Problemen eines echten Auswahltrainers zu kämpfen. Nachdem er den ersten Spielern aus Leistungsgründen absagen musste, gaben einige Spieler auch ihm einen Korb. "Zwei Jungs haben zeitgleich noch ein Pflichtspiel in ihrem Verein. Das war Ende Februar nicht absehbar. Und bei zwei anderen Spielern haben die Eltern einen Riegel vorgeschoben. Das ist eben in dieser Altersklasse so", sagt er. "Sie haben das damit begründet, dass sich ihr Nachwuchs derzeit wesentlich intensiver um die schulischen Aufgaben kümmern müsste, weil die Leistungen dort schwächer seien als auf dem Fußballplatz."
Das Turnier um den Gebel-Cup hat sich seit seiner Premiere vor acht Jahren zu einer festen Adresse für diese Altersklasse entwickelt. Auch in diesem Jahr sind wieder die Talente von sieben Erst- oder Zweitligisten unter den erstmals 24 Mannschaften: 1. FC Nürnberg, Hannover 96, VfL Wolfsburg, Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden, Union Berlin und Hansa Rostock. "Die Resonanz war unglaublich", sagt Turnierleiter Karl-Heinz Geb-hardt. "Wir hatten mehr als 50 Anfragen. Deshalb haben wir eine Warteliste angelegt, mussten aber eine ganze Reihe von Vereinen auch schon auf das nächste Jahr vertrösten."