Philipp Baierl hat für seinen Kapitän Patrick Bloßfeld aufgelegt, der im Dauerregen gleich zum 5:0 treffen wird. (FOTO: DETLEF LIEDMANN)
Aber nach der Pause brachen alle Dämme und es fielen noch fünf, zum Teil sehenswert herausgespielte Treffer zu dem Eisleber 7:0.
Ball in eigenen Reihen gehalten
Der MSV bemühte sich von Anfang an, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und dann mit langen Pässen, die nicht immer glückten, den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen. Das sah teilweise nicht unbedingt schön aus, führte am Ende aber zum deutlichen Erfolg. Einer der vielen Angriffe über die starke linke Seite ergab bereits in der fünften Minute die Führung. Christopher Brandt hatte sich energisch durchgesetzt, auf den Elfmeterpunkt gepasst, wo Simon Schmidt einsatzstark vollendete. Die Begegnung verlief dann bis zur 41. Minute ohne Höhepunkte. Erst als Patrick Bloßfeld einen Freistoß aus halbrechter Position vor Turbines Tor zirkelte, setzte Philipp Baierl den Ball aus Nahdistanz in die Maschen. Die restlichen Treffer nach dem Pausentee waren das Ergebnis spielerischer Überlegenheit und fielen in regelmäßigen Abständen. Das 3:0 durch Baierl nach starkem Einsatz Mirko Schuhmanns (54. Minute), das 4:0 durch Bloßfeld vom Punkt nach Foul an Schuhmann (64.), dem folgte abermals Bloßfeld nach diesmal großem Einsatz von Baierl, der uneigennützig den Torschützen bediente (74.). Das 6:0 erzielte Schmidt nach Zusammenspiel mit Baierl (75.) und den Endstand Christian Bienek mit platziertem Kopfball nach sehenswerter Vorarbeit von Brandt (85.).
Eisleben:
Einicke, Schwarzbach (64. Krause), Denk, Schuhmann (71. Bogmann), Brandt, Baierl (76. Bienek), P. Bloßfeld, C. Bloßfeld, Mewes, Schmidt, Stamm
Dreimal ans Aluminium
Stadtnachbar Aufbau Eisleben erreichte in Helfta ein 2:2 gegen Köthen. Und Trainer Dieter Auffenbauer zeigte sich über den Punkt ob der Umstände nicht unzufrieden. Mithin musste er sechs Spieler ersetzen, drei davon kurzfristig.
Zudem hatten Matthias Schulze und Roger Krone zuvor schon einen Einsatz in der Zweiten absolviert. "Da kann ich nur den Hut ziehen", so Auffenbauer. Und hätte Raik Rothe nicht dreimal das Aluminium getroffen, wäre vielleicht noch mehr rausgesprungen. Doch das Glück, welches da fehlte, kam in der 86. Minute zurück. Nach Freistoß von Meißner und der Kopfballablage durch Fulczyk unterlief einem Köthener ein Eigentor. Die Gäste waren nach 16 Minuten in Führung gegangen, hatten in der ersten Halbzeit auch die größeren Spielanteile. Nach der Pause agierte Aufbau mutiger nach vorn und Florian Burghardt gelang schon in der 47. Minute der Ausgleich. Weil es aber mit der Führung nicht klappte, mussten die Helftaer noch einmal einem Rückstand hinterher laufen. Mit Erfolg.
Aufbau:
Philipp - Meißner, Koralewski, Prudlik, Burghardt, Krone, Fulczyk, Lemmnitz, M. Schulze (70. Schröder), Rothe, Kaschperk