Die D-1-Jugend des FC RSK Freyburg wurde am vergangenen Sonnabend in Weißenfels Kreispokalsieger - hinten, v.l.: Steffen Fischer, Constantin Kitzmann, Paul Schulze, Kevin Jähn, Max Schirner, Tanja Krause, Nils Standke, Alexander Schödel, Mario Standke; vorn, v.l.: Kevin Krawetzke, Leo Apolle, Torwart Max Nürnberger, Erik Standke, Emil Bischoff. (FOTO: PRIVAT)
Vom DFB zugelassener Nebenplatz
"Wenn alles gut läuft, bekommen wir Ende nächster Woche die Mittel in Höhe von 200 000 Euro bewilligt", berichtet Tina Kirchhoff, die zugleich Geschäftsführerin und Schatzmeisterin des FC RSK ist. Nachdem der Landesbetrieb Bau noch einmal alle von den Freyburgern eingereichten Unterlagen geprüft und das von dem Fußballclub beauftragte Ingenieurbüro (Steinbacher-Consult Lützen) eine vom Land dazu angeforderte Stellungnahme abgegeben habe, sei nun wohl alles klar.
Der Zuschuss vom Land sind 61 Prozent der erwarteten Gesamtkosten. Den Rest müssen die Freyburger mit Eigenmitteln und Sponsorengeldern abdecken. "Von Lotto-Toto sind uns bereits 52 000 Euro zugesagt worden, und vom Burgenlandkreis erhalten wir weitere 10 000 Euro", freut sich Tina Kirchhoff. Hinzu kämen die Einnahmen aus der Aktion "Ich bin Pate". Die edlen Spender würden, so die Schatzmeisterin des Clubs, umgehend eine Mitteilung und auch eine Spendenbescheinigung erhalten, wenn mit dem Bau des Kunstrasenplatzes begonnen wurde. Dieser wird mit etwa 4 200 Quadratmetern die kleinstmögliche Größe für eine vom Deutschen Fußball-Bund als Zweitplatz zugelassene Spielfläche haben und vor allem die Trainingsbedingungen der Jahnstädter verbessern. "Mit elf Mannschaften und nur einem Rasenplatz sind wir längst am Ende unserer Kapazitäten angekommen", weiß die Geschäftsführerin des Clubs. Der Hartplatz, auf dem der Kunstrasen entstehen soll, ist längst nur noch als Parkfläche für Autos zu benutzen, seitdem Tieflader vor und nach Konzertveranstaltungen die Drainage des Platzes zerstört hatten.
Sofern die Verwaltung nicht noch irgendwelche ungeahnten bürokratischen Hürden aufbaut, könnte der Kunstrasenplatz tatsächlich noch in diesem Jahr errichtet werden. Auch wenn sich Tina Kirchhoff in dieser Frage zu keiner Prognose hinreißen lassen will. "Die eigentliche Bauzeit beträgt nur drei Monate", sagt sie. "Schön wäre es natürlich, wenn wir den neuen Platz im Winter, wenn er am meisten benötigt wird, nutzen könnten." Aber: Nachdem der Fördermittelbescheid dem Club ins Sportlerheim geflattert ist, wird eine mindestens sechswöchige Ausschreibungsphase für die beim Bau des Platzes auszuführenden Arbeiten beginnen. Da könnte es noch einmal Verzögerungen geben.
Bliebe ein weiteres Problem: die Beleuchtung. Die jetzige Flutlichtanlage ist hornalt, verschlingt nach Berechnungen des FC RSK pro Lampe und Stunde um die 17 Euro und müsste eigentlich im Zuge des Platzneubaus dringend modernisiert werden. "Doch dafür fehlen uns noch 50 000 Euro, die wir über weitere Sponsoren abdecken müssten", so die Schatzmeisterin des Fußballclubs. Mehr als vorbereitende Arbeiten dafür könne man nach Eingang des Fördermittelbescheides nicht in Auftrag geben.
Frauen-WM im Jahnsportpark
Ob nun mit alter oder neuer Flutlichtanlage - spätestens im Juni kommenden Jahres, beim 39. Knabenturnier, wird der Kunstrasenplatz im Jahnsportpark wohl nutzbar sein. Dann werden darauf voraussichtlich zwar nicht die D-Junioren spielen; sie sollen weiter auf dem richtigen Rasen kicken. "Dafür wollen wir parallel die regionale Frauen-WM auf dem Kunstrasen durchführen", blickt Tina Kirchhoff voraus.