Fußball: Kann Lok heimstarke ZLG knacken?

19.04.2012 17:31 Uhr | Aktualisiert 19.04.2012 21:16 Uhr
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Johannes Kilian

Lok-Stürmer Johannes Kilian (r.) hofft auf einen Sieg in Atzendorf. (FOTO: WITTE)

Von helmut witte
In der Landesklasse, Staffel drei, muss Spitzenreiter Lok Aschersleben beim Tabellenneunten ZLG Atzendorf antreten.
aschersleben/MZ. 

Die Atzendorfer, die von ihren bisherigen 29 Saisonpunkten allein 21 auf eigenem Platz einfahren konnten, sind somit gerade auf ihrem Platz sehr schwer zu knacken. Nur bei den Heimauftritten gegen Stahl Thale (1:5) und Schwarz-Gelb Bernburg (0:3) mussten sich die Schützlinge von Trainer Bernhard Knoll geschlagen geben.

Nachdem die Atzendorfer ab dem ersten Dezemberwochenende des Vorjahres (14. Spieltag) an acht Spieltagen in Folge auf einen Sieg warten mussten, konnten sie am vergangenen Wochenende beim Blankenburger FV mit 2:0 gewinnen und damit ihre Negativserie erst einmal stoppen. Auch wenn sich die Knoll-Schützlinge in dieser Partie nicht mit Ruhm bekleckerten, am Ende steht der sehnlichst erwartete Erfolg, der für das Aufeinandertreffen am Samstag gegen den Spitzenreiter durchaus Auftrieb geben könnte.

Bis zum ersten Abstiegsplatz haben die Atzendorfer zwar zehn Punkte Vorsprung, aber ein Ruhekissen in Richtung Klassenerhalt ist das noch lange nicht. Nicht zuletzt, weil ihre Trefferquote mit nur sieben Toren nach der Winterpause doch sehr bescheiden ist und hier erheblicher Nachholbedarf besteht. Ihre derzeit erfolgreichsten Torschützen sind Steffen Linsdorf (7) und Andreas Ingler (4).

Auch ihre Abwehrabteilung präsentierte sich sehr oft nicht gerade von ihrer allerbesten Seite. Mit 42 Gegentreffern hat Atzendorf genau doppelt so viel kassiert wie der Tabellenführer aus Aschersleben, der schon im Hinspiel mit einem deutlichen 6:1 die Nase vorn hatte.

Auch wenn die Vorzeichen deutlich in Richtung Sieg für die Ascherslebener hindeuten, auf die leichte Schulter werden sie die Atzendorfer nicht nehmen. So sieht es auch der Ascherslebens Trainer Siegfried Keller, der die Atzendorfer sehr ernst nimmt. "Natürlich peilen wir hier einen Sieg an. Wollen wir nicht eine böse Überraschung erleben, muss jeder Spieler von der ersten Minute an voll konzentriert und hellwach bei der Sache sein. Wenn die Mannschaft dann auch noch an die gute Leistung vom Wulferstedt-Spiel anknüpfen kann, dürfte einem Sieg nichts mehr im Wege stehen", ist sich Lok-Trainer Siegfried Keller sicher, der personell eigentlich alles an Deck hat. Nur hinter dem Einsatz von Robert Ebers steht noch ein dickes Fragezeichen.

Soll die Tabellenführung der Ascherslebener nicht schon wieder in ernste Gefahr geraten, wie nach der blamablen 0:1-Niederlage gegen Schwarz-Gelb Bernburg bereits passiert, dürfte für die KellerSchützlinge nichts anderes als ein Sieg zur Debatte stehen.