FUSSBALL-KREISKLASSE: Ein kongeniales Duo

16.02.2012 18:03 Uhr | Aktualisiert 16.02.2012 18:08 Uhr
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Michael Staake (l.) und Dirk Bornschein. ...

Michael Staake (l.) und Dirk Bornschein. (FOTO: ARCHIV/WISSENBACH)

Sie sind das kongeniale Torjägerduo der Kreisklasse, führen diese Wertung aktuell mit 29 beziehungsweise 19 Treffern an: Dirk Bornschein und Michael Staake von Spitzenreiter Reinsdorfer SV. Tageblatt/MZ-Redakteur Torsten Kühl sprach mit dem 27-jährigen Bornschein, der im Freileitungsbau (derzeit im Allgäu) tätig ist, und dem 31-jährigen Staake, der als Physiotherapeut im Querfurter Krankenhaus arbeitet.
Reinsdorf. 

Sie sind das kongeniale Torjägerduo der Kreisklasse, führen diese Wertung aktuell mit 29 beziehungsweise 19 Treffern an: Dirk Bornschein und Michael Staake von Spitzenreiter Reinsdorfer SV (siehe Tabelle). Tageblatt / MZ-Redakteur Torsten Kühl sprach mit dem 27-jährigen Bornschein, der im Freileitungsbau (derzeit im Allgäu) tätig ist, und dem 31-jährigen Staake, der als Physiotherapeut im Querfurter Krankenhaus arbeitet.

Wer kann Reinsdorf noch stoppen?

M. Staake: Nur die Molauer. Die Bad Kösener Reserve werden wir im ersten Rückrundenspiel schlagen, dann ist die schon mal aus dem Rennen.

D. Bornschein: Wir können uns nur noch selbst stoppen, wenn der Zusammenhalt in der Mannschaft nicht stimmen sollte. Aber da sehe ich im Moment keine Gefahr.

Würden Sie lieber weiterhin in der Kreisklasse nach Belieben treffen oder zwei Etagen höher in der Kreisoberliga nur jede fünfte Woche mal ein Tor schießen?

M. Staake: Ich würde am liebsten - wie früher - vier Klassen höher spielen und gar kein Tor schießen, aber das geht leider nicht. Das Knie lässt dies nicht zu; außerdem bin ich langsam zu alt dafür.

D. Bornschein: Mein Problem ist, dass ich die ganze Woche über auf Montage arbeite. Deshalb habe ich damals auch das Angebot von Naumburg 05, in der Verbandsliga zu spielen, abgelehnt und bin von Nebra nach Reinsdorf gewechselt.

Wie viele Tore haben Sie sich für die Rückrunde vorgenommen?

M. Staake: Mindestens elf. Ich möchte wie in der ersten Halbserie in jedem Spiel einmal treffen. Da hatte ich nur in Molau gefehlt; zum Glück sind dort meine Teamkollegen erfolgreich eingesprungen.

D. Bornschein: Der Kreisklasse-Rekord von Dominik Huhndorf aus Billroda steht bei 50 Toren. Den würde ich natürlich schon gern knacken, obwohl es in dieser Saison weniger Spiele gibt, weil wir nur noch zwölf Mannschaften sind. Aber ich denke, die Chancen sind noch da, die für den neuen Rekord benötigten 22 Treffer zu erzielen.

Die besten Torschützen stehen oft im Mittelpunkt. Wer sind außer Ihnen beiden noch die Erfolgsgaranten im RSV-Team?

M. Staake: Mir fallen da zuallererst mein Bruder Ralf und Kevin Staudte ein, die mir - der hinter den Spitzen spielt - als Abräumer vor der Abwehr den Rücken freihalten und für mich laufen. Und unser Torwart Tobias Bornschein spielt auch eine ganz starke Saison.

D. Bornschein: Mit meinem Onkel Ron Schlehahn haben wir einen erfahrenen, technisch versierten Mann in der Abwehr, der mit Auge spielt und die Bälle nicht einfach nach vorn drischt. Und nennen muss man in diesem Zusammenhang auch Matthias Schochardt.

Michael, wir haben gehört, Sie wollen bis zum Rückrundenstart noch etwas abspecken?

M. Staake: Das stimmt. Sechs, sieben Kilo sollen bis dahin noch runter. Dafür lege ich mich vor allem zu Hause mächtig ins Zeug: Sit-ups, Hanteltraining, Hometrainer.

Und Sie, Dirk, tauchen ja in dieser Saison gar nicht auf den vorderen Plätzen der "Sünder-Hitliste" auf ...

D. Bornschein: Ja, ich bin auch reifer und ruhiger geworden, sehe nicht mehr so viele Rote und Ampelkarten - in diesem Spieljahr übrigens noch gar keine.

Michael, Ihr Spitzname "Staake, die Krake" hat ZDF-Legende Rolf Töpperwien als Moderator beim Querfurter Hallenturnier gern verwendet. Hat "Töppi" den erfunden?

M. Staake: Eigentlich hat ihn Radio-Brocken-Moderator Ivo Becker, der auch als Sprecher in Querfurt war, zum ersten Mal gebraucht. Damals stand ich im Tor des Landesligisten 1. FC Nebra und bin mit meinen Aktionen offenbar ganz gut angekommen.

Haben Sie auch einen Spitznamen, Dirk?

D. Bornschein: Manche nennen mich "Spitzi" in Anlehnung an den Spitznamen meines Opas, der nur "Spitze" gerufen wurde. Er hat früher im Bergbau gearbeitet und eines Tages mit Kumpels gewettet, ob er es schafft, die zehn Kilo schwere Grubenlampe mit seinem besten Stück zu halten. Er schaffte es, und alle riefen nur "Spitze, Gerald!".