Fußball-Landesklasse: Lok wieder ganz oben

20.05.2012 17:37 Uhr | Aktualisiert 20.05.2012 17:46 Uhr
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Zweikampf

Zweikampf zwischen Devis Drici (M.) und Sebastian Werner (r.). Beide sahen die Ampelkarte. (FOTO: WITTE)

Von helmut witte
In der Fußball-Landesklasse, Staffel drei, hat der SV Lok Aschersleben, der in der Spitzenpartie des 27. Spieltages seinen bis dahin ärgsten Verfolger SV Westerhausen mit einem deutlichen 4:1-Sieg das Nachsehen gab, den Tabellenthron erfolgreich behaupten können.
aschersleben/MZ. 

Heißester Verfolger der Ascherslebener ist jetzt der FSV Blau-Weiß Biere, der mit nur einem Punkt Rückstand und dem besseren Torkonto Lok dicht auf den Fersen liegt.

Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse und bei gutem Fußballwetter übernahmen die Hauherren vom Start weg sofort das Kommando auf dem Feld. Mit schnell vorgetragenen Angriffskombinationen wurden die Westerhäuser gleich gehörig unter Druck gesetzt. Da hatte die alles andere als sattelfeste Abwehrabteilung der Gäste schon in den Anfangsminuten brenzlige Situationen zu überstehen. So ließ dann auch der Führungstreffer für die Gastgeber nicht lange auf sich warten. Schon in der siebenten Minute war es soweit.

Nachdem Erik Schmidt einen Abschlag des Gästetorhüters an der Mittellinie abgefangen hatte , bediente er den frei durchlaufenden Andy Martin, der dann die zu weit aufgerückte Gästeabwehr aushebelte und überlegt zum 1:0 einschieben konnte. Keine drei Minuten waren vergangen, da stellte der wieselflinke Devis Drici seine Torjägerqualitäten mit dem Treffer zum 2:0 unter Beweis. Drici höchstpersönlich war es, der die Angriffskombination für diesen Treffer auf der rechten Außenbahn einleitete und Patrick Illiger bediente. Illiger ließ seinen Gegenspieler alt aussehen und passte in den Gästestrafraum. Hier war inzwischen Drici angekommen, der dann sicher zum 2:0 vollenden konnte.

Die Gastgeber, die sich mit den zwei Treffern keineswegs zufrieden gaben, setzten weiter auf Offensive. So rollten ein Griff nach dem anderen in Richtung Westerhäuser Strafraum. Demgegenüber waren Entlastungsangriffe aufseiten der Gäste, die sich zudem schon im Spielaufbau Fehlabspiele leisteten, über weite Strecken der ersten Halbzeit Fehlanzeige. Nachdem die Einheimischen eine Reihe guter Chancen ungenutzt ließen, hatte dann Necirvan Isa die Möglichkeit per Elfmeter (28.). Aber der sonst so sichere Vollender traf nur die Querlatte. Den zurückspringenden Ball schob jedoch Andy Martin zur 3:0-Führung in die Maschen. Drei Minuten vor der Pause konnten die Gäste eine ihrer wenigen Chancen durch Marcel Fricke nutzen und auf 3:1 verkürzen. "Nach unserer grottenschlechten ersten Halbzeit kann es nur noch besser werden", so Gäste-Trainer Ralf Hermann zur Pause.

Er sollte recht behalten, denn seine Schützlinge konnten nach dem Wechsel die Partie offen gestalten, allerdings ohne die Lok-Abwehr in ernste Gefahr zu bringen. Da auch die Gastgeber nicht mehr so zwingend in der Offensive agierten, pegelte sich das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen ein. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff traf Patrick Illiger zum 4:1-Endstand.

"So, wie sich die Mannschaft heute präsentierte, war schon in Ordnung. Jetzt müssen wir von Spiel zu Spiel denken und nicht schon an die Meisterschaft", warnt Lok-Trainer Siegfried Keller.