Konnte am Sonnabend nicht zufrieden sein: SGH-Trainer Ralph Eschrich. (FOTO: MZ)
Den Gästen aus Stedten war mit dem Anpfiff anzumerken, dass auch sie den Klassenerhalt perfekt machen können, und sie setzten die Herrengosserstedter sofort unter Druck. So wurden die Gastgeber immer mehr in die eigene Hälfte gedrängt. Und nach einem Fehlpass im Mittelfeld durch SGH-Topstürmer Benjamin Hackbart nutzte David Gros (11.) die Situation gnadenlos aus, um die Stedtener mit 1:0 in Führung zu bringen. Doch Hackbart machte seinen Fehler schnell wieder gut, drang fünf Minuten später in den Romonta-Strafraum ein, wurde dort zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Strafstoß, wenn auch mit Hilfe des Innenpfostens, zum 1:1-Ausgleich. Doch auch die Stedtener hatten eine Antwort im Köcher. Nach einem Eckball war es Marko Meintschel (36.), der am höchsten stieg und einen platzierten Kopfball in die Herrengosserstedter Maschen zur erneuten Führung setzte. Und es sollte noch schlimmer für das von Ralph Eschrich trainierte SGH-Team kommen. Nach dem Anstoß konnten die Gäste den Angriff der Platzherren recht schnell abfangen, einen Konter starten und diesen durch Marc Böttger zum 1:3-Pausenstand abschließen.
In der Kabine versuchte Coach Eschrich seine Mannschaft wieder aufzubauen und ihr den Rücken zu stärken - doch ohne Erfolg. Nach einem Konter rutschte Andreas Rößler unglücklich in eine scharfe Hereingabe und beförderte das Leder zu allem Überfluss zum 1:4 (58.) in die eigenen Maschen. Und davon geschockt fingen sich die Herrengosserstedter nur drei Minuten später auch noch das fünfte Gegentor, als David Gros gleich vier Herrengosserstedter versetzte, dann seinen Sturmkollegen Paul Lührs bediente, und dieser den Pass erfolgreich verwerten konnte.
Die Einheimischen versuchten sich nun wenigstens in Ergebniskosmetik. Was auch noch einmal gelang, als Mychailo Husak den entscheidenden Pass zu Peter Spangenberg gab, der in der 69. Spielminute mit seinem ersten Saisontor auf 2:5 verkürzen konnte. In der verbleibenden Spielzeit vergaben beide Teams noch klare Chancen, sodass es beim Drei-Tore-Unterschied blieb. "Uns kommt die einwöchige Spielpause jetzt gerade recht, um die nötige Fitness zu bekommen, um dann die noch nötigen Punkte einzufahren", sagte SGH-Mannschaftsleiter Jürgen Ifland nach der Partie.
Herrengosserstedt:
M. Haller - R. Haller, Maherovych, Rößler, Spangenberg, Schlegel (66. Brandt), Ganzer (66. Braune), Girimchanow, Husak, Oberreich (77. Breitfeld).
Am 2. Juni, 15 Uhr, bestreitet die SGH-Elf in Landsberg ihr nächstes Landesligaspiel.