"So was wie in Bennstedt möchte ich nicht noch mal erleben. " (FOTO: XXX Andreas Pietzonka Trainer Naumburg 05 )
Der Grund: Fast eine komplette Mannschaft hatte sich zuvor beim Coach abgemeldet. Die Reinicke-Brüder waren wie auch Stefan Leger bei einer Taufe, Patrick Borchmann, Rico Dornau und Florian Stößel weilten im Urlaub, Torsten Bauer und Toni Henneberg meldeten sich kurzfristig krank, und Oliver Eschrich musste aufgrund der Ampelkarte aus dem Herrengosserstedt-Spiel ebenfalls passen.
Und so sah die Naumburger Rumpf-Elf in Bennstedt dann aus: Im Tor stand mit Chris Klang ein Feldspieler aus der zweiten Mannschaft. Linken Verteidiger spielte Stefan Lehwald, der nach fünfmonatiger Verletzungspause bis dato erst einmal (!) trainiert hatte, und Co-Trainer Christoph Radig und Reservemannschafts-Stürmer Patrick Hausmann hätten wohl auch nicht gedacht, dass sie noch einmal 90 Minuten Landesliga-Fußball spielen müssen. "So was möchte ich nicht noch mal erleben. Zum Glück sind wir schon gerettet. Ansonsten wäre ich richtig böse gewesen", sagte Andreas Pietzonka nach der Partie.
Nicht böse sein konnte der Trainer hingegen den elf Mann, die bei der besten Rückrundenmannschaft der Landesliga, den Bennstedter, nicht nur 90 Minuten durchhielten, sondern "sich auch sehr teuer verkauft haben", so Pietzonka nach der 1:2-Niederlage. Zwar seien die Platzherren in der ersten Hälfte das bessere Team gewesen, "doch mehr als das 1:0, wo der ansonsten gute Stefan Lehwald leider etwas geschlafen hat, haben sie sich nicht herausgespielt", meinte der Trainer zum Bennstedter Führungstreffer von Philipp Lindeke in der 38. Minute.
Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten die Naumburger dann das 0:2 hinnehmen, als "Ersatz-Torwart" Chris Klang einen Freistoß abprallen ließ, und FSV-Spieler Robert Markgraf erfolgreich abstaubte. Doch die Naumburger Not-Elf brach danach nicht auseinander, sondern hielt, auch weil die Bennstedter nun etwas das Tempo rausnahmen, gut dagegen. Ronny Hagge überzeugte im defensiven Mittelfeld, Christoph Salbach hatte den Sturmführer der Bennstedter gut im Griff, und Robert Jesswein (56.) und Matthias Krause (74.) hätten bei ihren Großchancen bereits deutlich früher den Anschlusstreffer erzielen können. "Zwar hatte Bennstedt auch noch einen Pfostenschuss, doch das 1:2 aus unserer Sicht, dass Robert Jesswein kurz vor Schluss nach schöner Vorarbeit von Patrick Hausmann erzielte, war verdient", zog Andreas Pietzonka sein Fazit.
Naumburg 05:
Klang - Salbach, Heldt, Schulze, Hagge, Lehwald, C. Radig, Lützkendorf, Krause, Hausmann, Jesswein.
Nach dem spielfreien Pfingstwochenende empfangen die 05er in der Landesliga am Sonnabend, 2. Juni, 15 Uhr, den SV Braunsbedra.