"Alle 14 eingesetzten Spieler haben eine Topleistung gebracht", freute sich 05-Coach Andreas Pietzonka nach dem Abpfiff. "Unser Sieg geht in Ordnung, vor allem, weil wir in der ersten Halbzeit klar dominiert haben." Auch die starke Wolfener Fraktion im Rot-Weiß-Team - die Thalheimer hatten sich in der Winterpause gleich mit sechs Spielern aus der Konkursmasse des insolventen Verbandsligisten Grün-Weiß Wolfen "bedient" (Tageblatt / MZ berichtete) - konnte die Heimniederlage nicht verhindern. Manndecker Patrick Heldt hatte zum Beispiel den gefährlichen Dan Lochmann über 90 Minuten fest im Griff, und auch Sören Westphal oder Frank Berger fanden nicht die geeigneten Mittel, die stabile Gästeabwehr zu knacken. Abgesehen von einem Freistoß, mit dem Berger fünf Minuten vor der Pause das Anschlusstor erzielte.
Doch bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Verbandsliga-Absteiger von der Saale eben schon zwei Treffer vorgelegt. Den ersten erzielte Martin Reinicke (15.) nach Zuspiel von Martin Pastuschek und den zweiten dann elf Minuten später Pastuschek nach Vorarbeit von Reinicke und Marcus Lützkendorf, der erneut im zentralen Mittelfeld aufgeboten wurde. "Die Thalheimer waren erst nach gut einer halben Stunde zu ihrer ersten nennenswerten Torchance gekommen, und nach dem Seitenwechsel gelang ihnen auch nichts wirklich Zwingendes", meinte Andreas Pietzonka. Sie hätten es fast nur mit langen Ballen versucht, und wenn es doch mal brenzliger wurde, sei Keeper Torsten Bauer auf dem Posten gewesen. Die große Möglichkeit, vorzeitig alles klar zu machen für die Domstädter, vergaben nach 80 Minuten Matthias Krause und Mahmoud Ajo im Doppelpack.
Naumburg 05:
Bauer - Salbach, Henneberg, Heldt; M. Reinicke (77. Ajo), Stößel, Lützkendorf (60. Borchmann), O. Eschrich, Pastuschek (73. R. Hagge); Krause, Jesswein.