Fußball: Langer Kampf um das Ehrenamt

04.07.2012 20:09 Uhr | Aktualisiert 04.07.2012 21:27 Uhr
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Von frank harnack
Seit März war Mario Pinkert am Reden. Mit mehr als 50 Leuten hat der Präsident des Kreisfachverbandes Fußball gesprochen und um die Mitarbeit in den verschiedenen Ausschüssen des Dachverbandes geworben. Jetzt, vier Monate später, kann er voller stolz sechs Neulinge präsentieren, die im Jugend- und Spielausschuss arbeiten werden.
dessau-rosslau/MZ. 

"Ich bin damit zufrieden. Natürlich hätte ich mich über mehr gefreut, aber das ist eine gute Basis", schätzt Pinkert ein. In den vergangenen vier Monate habe er wieder gemerkt, wie schwer es ist, jemanden für das Ehrenamt zu begeistern. "In manchen Gesprächen war die erste Frage, wie viel Geld es denn dafür gäbe. Da habe ich dann die Unterhaltung gleich beendet", so Pinkert, "denn wer so fragt, will Geld verdienen und nicht sich ehrenamtlich engagieren. "

Pinkert hat es trotzdem geschafft, neue Leute zu finden. Gerade für den Jugendausschuss war das wichtig. Im Idealfall aus sieben Mitgliedern bestehend, waren es zuletzt mit René Eßbach (Blau-Weiß) und Erhard Garstecki (Vorwärts) noch zwei. Diese beiden werden künftig durch Martin Meye (Blau-Weiß), Günter Völker (Waldersee) und Denise Richter verstärkt. Eßbach, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, wird diesen künftig zunächst kommissarisch leiten und damit auch die Nachfolge von Jürgen Wollkopf antreten. Dieser hatte sich aus gesundheitlichen Gründen von diesem Amt zurück gezogen.

Für den Spielausschuss gibt es auch drei neue Mitglieder. Burkhard Fritsch (Roßlau), Torsten Kalkofen (Nedlitz) und Jörg Hagendorf kommen hinzu. Einen Nachfolger für den vor Monaten zurückgetretenen Bernd Sitte gibt es allerdings noch nicht. Deshalb wird Pinkert selbst den Spielausschuss leiten. "Ich muss da aber nicht den Alleinunterhalter spielen, deshalb hoffe ich, dass sich noch jemand für diese Position findet", sagt er. Mit Sitte habe er noch einmal gesprochen, ohne dass dieser seinen Rücktritt zurücknahm. "Aber ich glaube, auf lange Sicht ist er für den Fußball nicht verloren."