Fußball: Nur keinen Ausrutscher

11.05.2012 18:45 Uhr | Aktualisiert 14.05.2012 09:55 Uhr
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Von Holger Bär
Die Spieltage in den Fußballligen im Kreis werden weniger. Unnötige Punktverluste tun den Teams im Auf- und Abstiegskampf doppelt weh.
Bitterfeld/MZ. 

Für Kicker und Verantwortliche von Aufsteiger Blau-Weiß Quellendorf endete der Sonntagsausflug am vergangenen Wochenende in den Akener Elbesportpark äußerst bitter. Ein 0:7 setzte es gegen den dort heimischen TSV, eine Klatsche, von der man sich auch in gesichertem Tabellenmittelfeld erstmal erholen muss. Als Nutznießer oder auch die Mannschaft, welche diesen Ausrutscher der Quellendorfer ausbaden muss, könnte sich der FC Eintracht Köthen als Gast am Samstag aufschwingen.

"Wir sind mit dieser Saison sehr zufrieden, auch wenn die Pleite gegen Aken einer kleinen Schmach gleichkam", sah Quellendorfs Fußballchef Frank Belitz seine Jungs zu Beginn zwei Chancen vergeben und dann per Elfmeter in Rückstand geraten. "Danach spielte der TSV wie aufgezogen", so Belitz, dessen Männer gegen Köthen vor heimischem Publikum klar auf Wiedergutmachung aus sind. Gegen die Großen der Tabelle lag Quellendorf bislang gut im Rennen, verlor die Heimspiele gegen Sandersdorf II sowie Ramsin nur mit einem Tor Differenz (1:2, 0:1). Nun folgte eine Bauchlandung, von der sich Hartmut Hennigs Truppe mit Sicherheit erholen wird. Doch die Köthener werden nichts unversucht lassen, fuhren sie doch im direkten Abstiegsduell wichtige Punkte beim 4:2-Sieg gegen Hertha Osternienburg ein.

Die Herthaner begrüßen am Samstag parallel die Reserve der SG Rot-Weiß Thalheim und stehen nur durch das bessere Torverhältnis vor der Eintracht. Die Spieltage werden weniger und jeder Ausrutscher kann verhängnisvoll enden. Das wissen beide Vertretungen am Tabellenende nur zu gut. Blau-Weiß Schortewitz zog mit einem kleinen Zwischenspurt fünf Zähler von beiden benannten unmittelbaren Konkurrenten davon und hat an diesem Samstag mit Spitzenreiter Union Sandersdorf II auch nicht die einfachste Aufgabe vor der Brust. Zwei interessante Paarungen liefern die Duelle Ramsin gegen Görzig und Edderitz gegen Gölzau. Während in Ramsin der Zweite den Vierten empfängt, steht beim SV Gölzau 1924 mit Jan Blödtner seit zwei Wochen ein neuer Trainer in der Coachingzone. Nach seinem Intermezzo in der Landesliga - Blödtner hatte im ersten Halbjahr die Zügel der SG Rot-Weiß Thalheim in der Hand - steht der Trainer des DFB-Stützpunktes nun in Gölzauer Pflicht.

Wie viel Sicherheit der Auswärtssieg den Pouch-Rösaern zuletzt in Gölzau brachte, können die Jankowski-Schützlinge nun daheim gegen den SV Wulfen beweisen. Neben dem Pokal stießen die Poucher zuvor auch in der Liga auf harten Widerstand und verloren den Kontakt zum Spitzenduo. An der letztwöchigen Stätte der Pokalfinals herrscht indes Derbystimmung. Mit Holzweißig und Roitzsch treffen zwei Nachbarn direkt aufeinander.

In der Kreisliga reist Schlusslicht Germania II vor die Stadttore und gastiert in Prosigk. Der Tabellenvorletzte Paschlewwer SV hat zwar Heimrecht, doch dabei ein ganz hartes Brot zu beißen. Die Friedersdorfer Reserve kommt als Vize nach Großpaschleben, und das mit all ihren Zielen um einen direkten Aufstieg ins Kreisoberhaus.