Fußball: Patzen verboten

07.06.2012 18:51 Uhr | Aktualisiert 07.06.2012 19:46 Uhr
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Lok-Torjäger Johannes Kilian (l.)

Lok-Torjäger Johannes Kilian (l.) wird im letzten Moment gestoppt. (FOTO: WITTE)

Von helmut witte
Für die Mannschaften in den sechs Staffeln der Fußball-Landesklasse liegt mit dem vorletzten Spieltag die Saison 2011/12 in den letzten Zügen. In fast allen dieser Staffeln sind die wichtigen Entscheidungen noch offen.
aschersleben/MZ. 

Für die Mannschaften in den sechs Staffeln der Fußball-Landesklasse liegt mit dem vorletzten Spieltag die Saison 2011 / 12 in den letzten Zügen. Sowohl hinsichtlich Meisterschaft als auch im Rennen gegen den Abstieg sind in fast allen dieser sechs Staffeln diese wichtigen Entscheidungen offen.

So auch in der Staffel drei, in der sieben Mannschaften aus dem Salzlandkreis auf Punktejagd gehen. In dieser Staffel sind mit Lok Aschersleben und dem FSV Blau-Weiß Biere zwei Salzlandteams heiße Titelaspiranten. Demgegenüber muss mit dem als Absteiger feststehenden SV Baalberge nur ein Salzlandvertreter in den sauren Apfel des Abstiegs beißen. Mit der Verbandsliga-Reserve des TV Askania Bernburg, Schwarz-Gelb Bernburg, der ZLG Atzendorf und dem Schackstedter SV können die restlichen vier Salzlandteams die in Riesenschritten zu Ende gehende Saison ohne Druck locker über die Runden schaukeln.

Am morgigen Spieltag dürfen sich die Fans noch einmal auf drei Salzlandduelle freuen. In einem davon empfängt der Spitzenreiter SV Lok Aschersleben den Tabellenletzten SV Baalberge. Diese Partie wird auf dem Rasenplatz des SV Lok an der Wilslebener Straße ausgetragen. Eigentlich sprechen die Vorzeichen eindeutig für einen Sieg der Ascherslebener, die schon im Hinspiel mit 2:0 die Nase vorn hatten. Immerhin warten die personell arg gebeutelten Rand-Bernburger seit 22 Spieltagen auf ihren dritten Saisonsieg. Dass sie ausgerechnet beim sich auf Titelkurs befindenden SV Lok ihre lange Durststrecke beenden, wäre eine mehr als faustdicke Überraschung.

Überraschung hin, Überraschung her - im Vorjahr war Lok zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls auf Titelkurs und kassierte prompt gegen den als Absteiger feststehenden Quedlinburger SV eine bittere Niederlage. Damit war der Traum vom Titel ausgeträumt. "Dass sich das nicht wiederholt, dafür muss jeder meiner Spieler von der ersten Minute an voll konzentriert bei der Sache sein. Wir haben mit der morgigen Partie noch zwei Endspiele vor der Brust, die wir beide gewinnen wollen. Das sind wir nicht zuletzt auch unseren Fans schuldig. Damit ist, was unsere Zielstellung betrifft, eigentlich alles gesagt", so Lok-Trainer Siegfried Keller.

Ebenfalls in einem Salzlandderby kreuzen die Schwarz-Gelben aus dem Bernburger Stadtteil Roschwitz (8.) und der Schackstedter SV (9.) die Klingen. Im Hinspiel siegten die Schackstedter mit 3:2. Dies werden die Roschwitzer wieder wettmachen wollen. Denn dann könnten sie in der Tabelle vor dem Rivalen die Saison beenden.

Im dritten Aufeinandertreffen zweier Salzlandteams empfängt die ZLG Atzendorf (9.) den im Titelrennen auf der Lauer liegenden Tabellenzweiten Blau-Weiß Biere (2.). Im Hinspiel trotzten die Atzendorfer, die inzwischen den Klassenerhalt unter Dach und Fach haben, den Blau-Weißen eine torlose Punkteteilung ab. Will der FSV weiter ein ernstes Wort im Titelkampf mitreden, darf er sich keinen Ausrutscher mehr leisten.

Der SV Westerhausen (3.), der sich ebenfalls noch berechtigte Titelchancen ausrechnen kann, empfängt Askania Bernburg II (6.). Wollen die Schützlinge von Trainer Ralf Hermann ihre Titelchancen wahren, sind sie zum Gewinnen verpflichtet. Schon bei einer Punkteteilung kann der Tabellendritte die Meisterschaft abhaken.