Fußball: Spannender Abstiegskampf

15.05.2012 18:07 Uhr | Aktualisiert 15.05.2012 19:44 Uhr
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Felix Fritsch (r.) und Jan Winderlich

Felix Fritsch (r.) von der Lok-Reserve schirmt den Ball vor dem Nachterstedter Jan Winderlich ab. (FOTO: WITTE)

Von helmut witte
In der Kreisliga Süd müssen mehrere Mannschaften noch zittern. Doch der SV Einheit Bernburg hat vorzeitig die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg gesichert.
aschersleben/MZ. 

In der Kreisliga Süd hat sich der SV Einheit Bernburg vorzeitig die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Salzlandliga, der höchsten Spielklasse auf Kreisebene, gesichert. Bei noch zwei ausstehenden Spieltagen, die an den ersten beiden Juni-Wochenenden ausgetragen werden, ist im Titelrennen damit die Luft raus.

Demgegenüber richten sich nun die Blicke in den Tabellenkeller, wo der Kampf gegen den Abstieg spannend bleibt. Absteigen in die erste Kreisklasse muss nur die Mannschaft, die zum Saisonende auf Platz 14 steht. Dies ist derzeit der SV Lok Aschersleben II. Neben der Lok-Reserve sind aber auch Saxonia Gatersleben, die SG Neuborna und der VfB Neugattersleben noch lange nicht aller Abstiegssorgen ledig.

Einheit Bernburg hat mit einem deutlichen 8:1-Sieg gegen den VfB Neugattersleben der beeindruckenden Saison noch einmal eine Krone aufgesetzt. Der sich tapfer wehrende VfB konnte nur in der Anfangsviertelstunde einigermaßen gegenhalten. Als dann die Kreisstädter das Tempo erhöhten, war es um die Neugatterslebener, die zu allem Überfluss einen Elfmeter nicht verwandeln konnten (26.), geschehen. Zur Pause führte der frischgebackene Meister bereits mit 6:0 Toren. "Wenn man wie wir im bisherigen Saisonverlauf ungeschlagen ist, hat man auch den Aufstieg verdient", so Einheit- Trainer Norbert Lehmann.

Der SV Lok Aschersleben II bot dem Tabellendritten Concordia Nachterstedt über weite Strecken Paroli. So entwickelte sich ein spannender Kick, in dem beide Kontrahenten auf Augenhöhe zu Werke gingen. Eine zweimalig Nachterstedter Führung konnten die Schützlinge von Trainer Klaus Gebhardt jeweils ausgleichen. Erst in der Schlussphase machten die reiferen Nachterstedter den am Ende nicht unverdienten 3:2-Arbeitssieg perfekt.

In einem für beide Kontrahenten richtungweisenden Kellerduell standen sich Saxonia Gatersleben und der ESV Lok Güsten gegenüber. Denn wer hier als Sieger vom Platz ginge, würde einen Riesen- schritt in Richtung Klassenerhalt vollziehen. Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der Güsten durch einen Sonntagsschuss mit 1:0 in Führung ging (22.), bestimmten die Gaterslebener nach dem Wechsel deutlich das Geschehen auf dem Platz. Trotz Einbahnstraßenfußball in Richtung Güstener Tor - die Gaterslebener konnten keine ihrer zahleichen Chancen in einen Treffer ummünzen. So blieb es beim mehr als glücklichen 1:0-Sieg für die Gäste, die damit den Klassenerhalt perfekt machen konnten. Gatersleben muss dagegen weiter zittern.

Der personell arg gebeutelte Froser SV Anhalt reiste mit gemischten Gefühlen zum heimstarken SV Plötzkau. In einer über weite Strecken zerfahrenen und auch niveauarmen Begegnung konnte sich keines der beiden Teams entscheidende Vorteile verschaffen. Als sich alles schon auf eine torlose Punkteteilung einstellte, nutzte der Froser Steffen Tugendheim eine Schaltpause in der Plötzkauer Abwehr zur 1:0-Führung (80.). Da die Plötzkauer im Schlussspurt mit einem Lattenknaller nicht das nötige Glück auf ihrer Seite hatten, blieb es beim knappen 1:0-Sieg für die Schützlinge vom Froser Trainer Jens Hartung.

Bei der abstiegsbedrohten SG Neuborna legte Grün-Weiß Giersleben schon vor der Pause mit einem Doppelschlag von Marcel Hätsch den Grundstein für den späteren Sieg. Nach dem Wechsel machten die Gastgeber zwar Druck, aber sie vernachlässigten ihre Abwehrarbeit. Dies nutzten die Grün-Weißen eiskalt aus, indem sie ihre Führung auf 4:2 ausbauten. Dann legten die Gastgeber einen Schlussspurt hin, aber am 4:3-Sieg für die Gäste war nicht zu rütteln.