Fußball: Vorbereitung wie in der Bundesliga

26.04.2012 22:39 Uhr | Aktualisiert 26.04.2012 23:18 Uhr
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HFC-Fans

Die HFC-Fans feiern ihre Mannschaft. (ARCHIVFOTO: ANDREAS LÖFFLER)

Von Karl Ebert
Ganz Halle liegt im Aufstiegsfieber. Jetzt hat es endlich auch die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten HFC selbst erwischt. Bereits am Donnerstag reiste der HFC nach Cottbus.
Halle (Saale)/MZ. 

Ganz Halle liegt im Aufstiegsfieber. Jetzt hat es endlich auch die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten HFC selbst erwischt. Auch wenn sie das offiziell noch nicht zugeben wollen. Doch die Akribie, mit der sie das Spiel am Freitag (18 Uhr) bei der Reserve von Energie Cottbus vorbereitet haben, lässt keinen anderen Schluss zu. Wie in der Bundesliga.

Die Reise in die Lausitz war bislang immer eine Eintages-Tour. Vorbei. Bereits am Donnerstagnachmittag setzte sich der Bus mit der Mannschaft in Richtung Lausitz in Bewegung. Am Stadtrand von Cottbus, im abseits vom Trubel liegenden Waldhotel, will Trainer Sven Köhler seine Männer auf das Spiel einschwören. "Für mich sind drei Stunden Anreise vor einem Spiel das Maximum. Nach einer längeren Fahrt brauche ich keinen Fußballer mehr auf den Rasen zu schicken. Da sind die Beine fest", sagt Köhler. "Außerdem haben wir eine besondere Situation. Anders als in den Vorjahren können wir dieses Mal etwas Großes schaffen. Da sind Akribie und Konzentration in der Abgeschiedenheit angebracht."

Die Spieler stört die zeitige Anreise nicht. "Ich finde das gut", sagt Verteidiger Sören Eismann. "Vor wichtigen Spielen ist das genau die richtige Maßnahme, die auch den Zusammenhalt als Mannschaft fördert. Und genau das hat uns in den letzten Wochen stark gemacht."

Lagerkoller wird in der kurzen Zeit nicht aufkommen. Gleich nach der Ankunft im Waldhotel stand das Abendessen auf dem Tisch. "Die zwei Stunden danach bis zur Nachtruhe gestalten die Jungs individuell. Einer schnappt sich ein Buch, andere ihren Laptop. Ein paar spielen Karten oder wieder andere sehen sich im Fernsehen einen Film an. Und auch die Trainer setzen sich mal zwei Stunden zusammen und reden nicht nur von Fußball", erzählt Köhler aus seiner Erfahrung von langen Reisen nach Wilhelmshaven, Kiel oder Lübeck.