Was sogar gut ankommt. Denn inzwischen haben sich beim HFC wirklich die Prioritäten verschoben. "Fünf Spiele, kein Stürmertor - das ist ein deutliches Zeichen", so Kühne. Also will er handeln. "Es kann sein, dass sich in der nächsten Woche ein Spieler bei uns vorstellt, damit wir uns noch einmal einen Gesamteindruck von ihm verschaffen können", sagt Kühne. Was nichts anderes heißt: Es gibt interessante Kandidaten für die Offensive, deren Qualitäten bekannt sind, die man trotzdem noch einmal beschnuppern möchte. Namen nennt der Manager standhaft nicht.
"Das heißt nicht, dass wir die Situation in der Abwehr außer Acht lassen. Fakt ist: Dort darf nichts mehr passieren", sagt Kühne. Aber: "Es ist ja nicht so, dass Eismann und Becken ein halbes Jahr ausfallen. Und schließlich steht ja auch noch Philipp Zeiger bereit. Er kann sofort einspringen." Nur für den äußersten Notfall überlegt Kühne, "vielleicht einen jungen Abwehrspieler von einem höherklassigen Verein auszuleihen".
Zwei Spieler zu kaufen, das ist aktuell nicht drin. "Ich habe in meinem Etat noch Geld für eine Option", sagt Ralph Kühne. Also wandelt er auf "einem schmalen Grat". Holt er einen Offensivmann, und es gibt dann den Super-Gau im Abwehrbereich, wäre kaum noch eine Korrektur möglich. Also sagt der Manager, bezogen auf den Neuen für die vordere Linie: "Es muss alles passen. Ich werde nichts tun, bloß um etwas getan zu haben." Und deshalb "ist es möglich, dass wir vielleicht auch erst im Winter aktiv werden".
Verständlich: Er hat ja nur einen Schuss - und der muss sitzen.