HFC-Fans (FOTO: JAN MÖBIUS)
Das Team von Trainer Sven Köhler hat über weite Strecken das Spiel bestimmt, zu einem Treffer hat es aber nicht gereicht.
Es war nicht das ganz große Fußballfest. Halle lieferte eine ordentliche Leistung, aber keine überragende. Von Beginn an kontrollierte der HFC das Geschehen. Klare Chancen bleiben aber Mangelware. Das lag zum großen auch Teil an vielen Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten. Rasenball-Keeper Borel musste kaum eingreifen. Zumindest die HFC-Defensive funktionierte aber gewohnt zuverlässig. So erlebte auch Geburtstagskind Darko Horvat einen ruhigen Nachmittag.
Dass dieser so ruhig und entspannt verlief, ist zu einem guten Teil auch der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg zu verdanken. Schon früh gingen die "Wölfe" gegen Holstein Kiel in Führung. Vor der Pause erhöhten sie auf 2:0 und 3:0, jeweils per Elfmeter.
Auch in der zweiten Hälfte ändert sich im Hallenser Spiel nur wenig. Überlegen, aber zu ungenau. Als Preuß für Lindenhahn eingewechselt wurde, wurde es ein wenig besser. Doch klare Torchancen gab es weiterhin nicht. Das interessierte aber kaum noch jemanden. Denn Wolfsburg ließ nichts anbrennen und führte bald mit 4:1. Kurz vor Schluss jubelten dann doch alle. Nach einem Pass vom eingewechselten Shala traf Preuß zum 1:0 - stand vorher aber wohl im Abseits. Das Tor zählte nicht, störte aber auch nicht weiter.
Über 14.000 Fans sorgten im ausverkauften Erdgas Sportpark 90 Minuten lang für beste Stimmung. Doch gegen Ende war allen Verantwortlichen die Nervosität anzumerken. In Dortmund hatten kürzlich freudentrunkene Fans Rasen und Tore abgebaut. Die Szenen vom Relegationsspiel in Düsseldorf sind wohl jedem noch vor Augen. Auch in Halle fürchtete man einen Platzsturm. Dieser kam auch, fiel aber sehr verhalten aus. Zunächst schafften es ungefähr zehn Mann auf den Rasen. Zur Übergabe der Meisterschale begaben sie sich aber sogar zurück vor ihren Block. Nach der Übergabe ließen die Ordner die wartenden Fans doch auf den Rasen. Etwa 300 HFC-Anhänger folgten der Einladung und feierten friedlich. Auch Rasen und Tore blieben ohne Schäden, was beim Verein sicherlich für Erleichterung sorgte. Die Party in Halle wird wohl noch bis in die Nacht andauern. In der Kantstraße werden nach dem Spiel die Spieler und Fans gemeinsam den Aufstieg feiern.
Auch die Polizei kann ein insgesamt positives Fazit ziehen. Sowohl der Anmarsch der Fans zum Spiel als auch das Spiel an sich verliefen aus polizeilicher Sicht ohne größere Probleme. Auseinandersetzungen zwischen den Fans des HFC und von RB Leipzig konnten generell verhindert werden. Und so freute sich die Polizei mit den Fans und gratulierte über den Polizeisprecher Alexander Junghans dem Halleschen FC zum Aufstieg in die 3. Liga.