Matchwinner: Sebastian Fende. (FOTO: MZ)
"Es war ein richtig geiles Handballspiel zum Schluss" freute sich auch HSV-Trainerin Ines Seidler. Über weite Strecken taten sich ihre Schützlinge gegen die wurfgewaltigen Magdeburger um deren Rückraumschützen John Bade und Falko Nowak jedoch schwer. Immer wieder gingen die Gäste teils deutlich in Führung (3:1, 6:3), und immer wieder kämpfte sich der HSV heran (6:7, 10:10), wobei Tobias Seyfarth in Hälfte eins am treffsichersten war. Die Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen, verpassten die Naumburg-Stößener jedoch durch eine teils katastrophale Chancenverwertung. Zudem stand die Abwehr nicht so sicher, wie man das vom Team gewohnt ist.
"Ich hab' dann in der Kabine angesprochen, dass man einfach nicht so verantwortungslos mit den Chancen umgehen kann und hab' auch in der Defensive einiges geändert", meinte Ines Seidler nach der Partie. Und ihre Mannen setzten dies auch um. Eine aggressivere Deckung brachte einige Ballgewinne, die zu einfachen Kontertoren führten. Doch auch in der 40. Minute lag man noch mit vier Toren (20:24) zurück.
Die Trainerin griff dann zum letzten Strohhalm - und das mit Erfolg. Nach vorheriger Rücksprache brachte sie den am Auge noch immer gehandicapten Sebastian Fende. Und dieser Wechsel erwies sich als goldrichtig. Fende drehte völlig auf, warf sechs Tore und setzte auch seine Mitspieler ein. Zudem fanden Ants Benecke und Tobias Ufer nun zu gewohnter Form, während sich im Tor der Wechsel von Tobias Beyer auf Sandro Zacher bezahlt machte.
Beim 28:28 hatten die Naumburg-Stößener die Partie wieder egalisiert, und Magdeburg schwächte sich durch die Rote Karte für John Bade selbst, wobei der HSV seinen Kreisläufer Sascha Kluge ebenfalls aufgrund von drei Zwei-Minuten-Strafen verlor. Entschieden wurde die Partie dann in den letzten fünf Minuten. Durch konditionelle Vorteile und volle Willenskraft wurde den Magdeburgern schließlich der Zahn gezogen und ein weiterer Brocken auf dem Weg zum Aufstieg aus dem Weg geräumt. Da Calbe jedoch ebenfalls gewann, darf man sich mit nur einem Punkt Vorsprung auch weiterhin keinen Ausrutscher leisten, so auch am kommenden Sonnabend zu Hause gegen Glinde.
HSV:
Sandro Zacher, Tobias Beyer, Paul Engelmann, Sascha Kluge 3, Ants Benecke 7 / 2, Tobias Seyfahrt 10 / 2, Thomas Slamka, Marcus Deibicht 2, Sebastian Fende 6 / 1, Tobias Ufer 6, Steffen Baumgart 1.