Handball: Beim Griechen wird gefeiert

07.05.2012 21:03 Uhr | Aktualisiert 07.05.2012 21:44 Uhr
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Und wieder Grund zur Freude

Und wieder Grund zur Freude: Die Spieler des DRHV II jubeln über den geglückten Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga. (FOTO: SEBASTIAN)

Es gibt sie doch noch, die positiven Nachrichten beim Dessau-Roßlauer HV. Die zweite Mannschaft hat am Wochenende Platz eins in der Verbandsliga und damit den Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga geholt.
dessau-rosslau/MZ/MBR/MWA. 

SG Saaletal - DRHV II 26:26

Schon wenige Minuten nach dem Anpfiff der Verbandsligapartie SG Saaletal gegen den Dessau-Roßlauer HV war auf Seiten der Gäste die Luft raus. Daran "schuld" waren Nachrichten aus Bernburg. Dort hatte der Jessener SV 53, einzig noch verbliebener Konkurrent um den Meistertitel, in letzter Minute mit 24:25 verloren. Somit war auch der letzte noch bestehende theoretische Zweifel um den Aufstieg beseitigt. Mit Folgen. "Da haben wir einen Gang zurück geschaltet", so Trainer Armands Uscins. Der 6:10-Vorsprung (14. Minute) schmolz unaufhörlich und bereits beim 14:14 (28.) glich die SGS aus. Bei deutlich nachlassender Abwehrbereitschaft und einem völlig ungenügendem Rückwärtsverhalten war ein Unterschied von acht Tabellenplätzen nicht mehr erkennbar. Während Armands Uscins das Geschehen auf der Platte mit an Apathie grenzender Ruhe verfolgte, hatte Chris Alisch seine Nerven nicht im Griff und erhielt wegen Unsportlichkeit eine Rote Karte, der allerdings mehrfache nicht regelkonforme Fouls an ihm vorausgingen. Auch in der Chancenverwertung wurde nicht unerheblich gesündigt. Am Spiel des Staffelsiegers änderte sich auch nach den Seitenwechsel kaum etwas, den Elbestädtern drohte einige Zeit gar die vierte Saisonniederlage. Da war es besonders Falko Müller in der Schlussphase zu verdanken, dass sich keine Vorentscheidung abzeichnete. Der Rechtsaußen hielt mit gelungenen Einzelaktionen die DRHV-Sieben fast im Alleingang im Spiel. Auch Torhüter Florian Hempel macht da zwei Saaletaler Großchancen zunichte. Routinier Christian Peschek blieb es vorbehalten, Sekunden vor dem Abpfiff die letzte Führung der Gastgeber zu egalisieren, ehe es endlich soweit war: Jubelgesänge, Sekt, Aufstiegsbier und Meistershirts - der DRHV bot das volle Feierprogramm. Es dauerte lange, bis die Männer um Regisseur Thomas Kirschstein die Stätte ihres Triumphs verließen. Dann ging es zum Griechen nach Großkühnau, wo eine spontane Meisterfeier ihre Fortsetzung fand.

DRHV II:

Hempel, Rogall; Lindner 2, Kirschstein 4, Tiede 2, Peschek 7 / 5, Koppeng, Vollert 2, Zerndt, Niestroj, Preißner, Müller 6, Alisch 2

Erdeborn - Kühnau 26:30

Mit einer kämpferisch starken und mannschaftlich geschlossenen Leistung gelang den Kühnauer Männern ein verdienter Auswärtssieg. Das Spiel begann mit einer Schrecksekunde. Schon nach sechs Minuten verletzte sich Robert Rathmann am Knie und musste ausgewechselt werden. Dem Spiel der Kühnauer tat dies an diesem Tag keinen Abbruch. Die SGK konnte immer vorlegen und bestimmte das Spiel. In der ersten Halbzeit blieb Erdeborn noch dran, aber nach der Pause zogen die Dessauer Vorstädter auf acht Tore davon. Das Spiel war entschieden. In der Endphase schluderten die Kühnauer etwas. Erdeborn konnte verkürzen, der Sieg geriet aber nicht mehr in Gefahr. Nun haben die Kühnauer doch noch Chancen auf den dritten Platz. Bei einem eigenen Sieg im letzten Spiel gegen Schkopau und einer Niederlage von Jessen gegen den DRHV II würde Kühnau noch Bronze holen.

SG Kühnau:

Wiese, Bachmann - Gatzke, Koch, Niemann, Rathmann, Bösener, Rieprich, Jünemann, Gabbert, Zimdahl