Handball: Burde entscheidet sich für Wildcats

29.03.2012 20:39 Uhr | Aktualisiert 29.03.2012 20:43 Uhr
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Monic Burde bleibt Union

Monic Burde bleibt Union zwei weitere Jahre erhalten. (FOTO: LÖFFLER/ARCHIV)

Von Karl Ebert
Die Zweitliga-Handballerinnen von Union Halle-Neustadt stehen mit dem Rücken zur Wand. Nur drei Punkte und zwei Ränge trennen die Wildcats sechs Spieltage vor dem Saisonende vom Abstiegsplatz.
Halle (Saale)/MZ. 

Die Zweitliga-Handballerinnen von Union Halle-Neustadt stehen mit dem Rücken zur Wand. Nur drei Punkte und zwei Ränge trennen die Wildcats sechs Spieltage vor dem Saisonende vom einzigen verbliebenen Abstiegsplatz. Die Lage ist prekär. Doch ausgerechnet in dieser schwierigen Situation geht die Spielführerin voran. Drei Tage vor dem Abstiegs-Krimi gegen den direkten Verfolger MTV Altlandsberg am Sonntag (16 Uhr) in der Unihalle verlängerte Monic Burde ihren Vertrag um zwei Jahre.

Es spricht für ihr Selbstbewusstsein, dass der Kontrakt ausschließlich für die zweite Liga gilt. Also Abstieg verboten? "Ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten werden", sagt die Rückraumspielerin, die mit 128 Treffern auch die beste Schützin der Wildcats ist. "Die Tendenz der Leistungen zeigte zuletzt klar nach oben. Und außerdem haben wir noch gegen alle Mannschaften, die hinter uns liegen, zu spielen. Wenn wir das nicht lösen, haben wir es auch nicht verdient, in der Liga zu bleiben."

Monic Burde fühlt sich trotz der komplizierten sportlichen Situation in Halle pudelwohl. "Das Umfeld stimmt, mein Arbeitsvertrag als Immobilienkauffrau wird jetzt auch verlängert, zu meiner Familie in Frankfurt / Oder brauche ich nur zwei Stunden und das Management des Vereins hat die Zeichen für eine bessere Zukunft gestellt. Auch wenn ich darüber noch nicht reden darf", sagt Monic Burde. "Fakt ist, dass neue Rückraumspielerinnen verpflichtet werden und auch Eileen Uhlig zurückkehren wird. Da sind wir für die neue Saison viel besser aufgestellt."

Erst am Donnerstag gab es wieder negative Schlagzeilen aus der zweiten Liga. Nach dem VfL Wolfsburg erklärte nun auch Schlusslicht TSG Wismar den freiwilligen Rückzug am Saisonende. Bereits kurz vor dem Start der Serie hatte der VfL Sindelfingen sein Erstliga-Team zurückgezogen und damit seine Lizenz für die Folgesaison in der zweiten Liga verwirkt. Damit gibt es nur noch einen regulären Absteiger, der im Moment TSG Ketsch hieße. Das Team liegt nur drei Punkte hinter Union. Die Wildcats sind trotz der Rückzüge noch nicht gerettet. Monic Burde: "Ich sehe es mal positiv, Mittelfeld ist langweilig und interessiert nicht. Im Abstiegskampf schauen alle auf Union. Wenn deshalb der eine oder andere Fan mehr in die Halle kommt, dann ist das unser Ansporn, die Liga sportlich zu halten."