HSV-Kapitän Marcel Kilz (l.) erhält vom Präsidenten des Handballverbandes Sachsen-Anhalt, Andreas Michelmann, den Landesmeisterpokal. (FOTO: MZ)
Das wiederum wollen die Calbenser verhindern. Oder besser gesagt: Sie wollen die Titelentscheidung noch einmal vertagen. Beim Handballverband Sachsen-Anhalt (HVSA) hat die TSG ein Entscheidungsspiel zwischen den beiden punktgleichen Spitzenteams beantragt, weil - so die Saalestädter in ihrer Begründung - die Durchführungsbestimmungen des HVSA nicht mit den Statuten des Deutschen Handball-Bundes (DHB) konform sind. Das hiesige Verbandssportgericht hat jedoch den Eilantrag der Calbenser abgelehnt. "Es ist aus meiner Sicht völlig unwichtig, was Calbe da beantragt", sagt Klaus Rupprich, Staffelleiter der Sachsen-Anhalt-Liga und Vizepräsident Spieltechnik des Landesverbandes. "Der HSV ist unser Meister, und wir haben ihn als solchen auch dem Mitteldeutschen Handball-Verband gemeldet." Ohnehin hätten ja alle Vereine vor Saisonbeginn den Durchführungsbestimmungen zugestimmt, so Rupprich weiter. Deshalb verstehe er nicht, was die Calbenser mit ihrem Antrag bezwecken.
Für klare Fronten sorgte am Sonnabend im "Euroville" auch HVSA-Präsident Andreas Michelmann. Er überreichte den Naumburg-Stößenern den Meisterpokal. Übrigens: Die TSG Calbe hat laut Staffelleiter Klaus Rupprich die Meldefrist für die Mitteldeutsche Oberliga (1. Mai) verpasst und darf damit gar nicht aufsteigen