HANDBALL: Calbe fordert ein Entscheidungsspiel

13.05.2012 18:23 Uhr | Aktualisiert 13.05.2012 18:49 Uhr
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 HSV-Kapitän Marcel Kilz (l.) erhält vom...

HSV-Kapitän Marcel Kilz (l.) erhält vom Präsidenten des Handballverbandes Sachsen-Anhalt, Andreas Michelmann, den Landesmeisterpokal. (FOTO: MZ)

Von Torsten Kühl
Dass sich die Calbenser als schlechte Verlierer erweisen, kann man nicht behaupten. Denn verloren hat das TSG-Team eigentlich nicht: Es hat die Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga punktgleich mit HSV Naumburg-Stößen beendet, am Sonnabend 25:24 in Spergau gewonnen, gegen die Burgenländer zwei Mal nicht verloren und wird dennoch nur als Vizelandesmeister geführt. Das direkte Duell hat nämlich laut Durchführungsbestimmungen des Landesverbandes der HSV für sich entschieden. Das Spiel in Calbe endete 28:28, das in Naumburg 23:23 - dank der auswärts mehr erzielten Treffer ist der HSV Meister.
Naumburg. 

Das wiederum wollen die Calbenser verhindern. Oder besser gesagt: Sie wollen die Titelentscheidung noch einmal vertagen. Beim Handballverband Sachsen-Anhalt (HVSA) hat die TSG ein Entscheidungsspiel zwischen den beiden punktgleichen Spitzenteams beantragt, weil - so die Saalestädter in ihrer Begründung - die Durchführungsbestimmungen des HVSA nicht mit den Statuten des Deutschen Handball-Bundes (DHB) konform sind. Das hiesige Verbandssportgericht hat jedoch den Eilantrag der Calbenser abgelehnt. "Es ist aus meiner Sicht völlig unwichtig, was Calbe da beantragt", sagt Klaus Rupprich, Staffelleiter der Sachsen-Anhalt-Liga und Vizepräsident Spieltechnik des Landesverbandes. "Der HSV ist unser Meister, und wir haben ihn als solchen auch dem Mitteldeutschen Handball-Verband gemeldet." Ohnehin hätten ja alle Vereine vor Saisonbeginn den Durchführungsbestimmungen zugestimmt, so Rupprich weiter. Deshalb verstehe er nicht, was die Calbenser mit ihrem Antrag bezwecken.

Für klare Fronten sorgte am Sonnabend im "Euroville" auch HVSA-Präsident Andreas Michelmann. Er überreichte den Naumburg-Stößenern den Meisterpokal. Übrigens: Die TSG Calbe hat laut Staffelleiter Klaus Rupprich die Meldefrist für die Mitteldeutsche Oberliga (1. Mai) verpasst und darf damit gar nicht aufsteigen