Volles Rohr in voller Hütte: Jan Schindler, stark in Abwehr und Angriff, ist von den Landsbergern nicht zu halten und erzielt einen seiner sieben Treffer im letzten Saisonspiel des HSV in der Sachsen-Anhalt-Liga. (FOTO: MZ)
In einer rührenden Rede bedankte sich Seidler nach Spielschluss übers Hallenmikro "bei meiner Mannschaft, die Fantastisches geleistet hat, bei den tollen Fans, vor allem auch bei denen, die zu uns zurückgekehrt sind, und bei meiner Familie". Ihr Team hatte zuvor vom Anwurf weg überzeugend gespielt. Nach 46 Sekunden lag es bereits mit 2:0 vorn, und diese Führung gab es nicht mehr ab. Angeführt von einem überragenden Ants Benecke, der in der ersten Halbzeit, die mit 15:8 an den HSV ging, sieben seiner insgesamt acht Tore erzielte, zogen die Gastgeber unaufhaltsam davon. Von den Abwehrproblemen der vergangenen Partien keine Spur mehr. Sascha Kluge gab bei seinem Comeback nach verheiltem Fingerbruch der HSV-Defensive die erhoffte Sicherheit. Zusammen mit den ebenfalls unermüdlich rackernden Sebastian Fende, Jan Schindler und Tobias Seyfarth hielt er hinten den Laden dicht. In den ersten 40 Minuten gestatteten die Burgenländer den Gästen lediglich neun Treffer - einer super Quote!
Routiniert, aber in seiner Spielfreude und seinem Offensivdrang nie nachlassend, brachte der HSV die Geschichte zu Ende. Der Rest war Jubel in Orange (so die Farbe der Meistertrikots), ausgelassene Freudentänze (auf dem Spielfeld und auf den Rängen), Freibier und -sekt (mit den Fans). In der lautstarken Meisterfeier gingen die Misstöne aus dem Lager des Zweitplatzierten (siehe "Calbe fordert Entscheidungsspiel") unter - zu Recht und mehr als verständlich.
HSV Naumburg-Stößen:
Tobias Beyer, Sandro Zacher; Sascha Kluge 1, Ants Benecke 8 / 2, Tobias Seyfarth 8, Marcus Deibicht 3, Jan Schindler 7, Sebastian Fende 3 / 1, Tobias Ufer, Stephan Schreiber 2, Steffen Baumgart 1, Christian Lange.