Kein Durchkommen für Kristin Schüler. (FOTO: FRANK GEHRMANN)
Es war alles vorbereitet für den Saisonabschluss. Die Medaillen für den dritten Platz lagen bereit, für die Fans und Zuschauer gab es Freibier sowie Grillwurst. Nun mussten nur noch die Spielerinnen des HC Salzland ihr Scherflein zum guten Gelingen des Handballnachmittags beisteuern. Doch genau das gelang nicht. Der HSV Haldensleben versalzte den Wildgänsen die Suppe und nahm überraschend beim 27:28 die Punkte mit.
Fast alle Salzländerinnen konnten nicht ihr wahres Leistungsvermögen abrufen. Ballverluste und Fehlwürfe prägten das Spiel. Die Abwehr offenbarte Lücken, in die die Gäste immer wieder stießen und so zu einfachen Toren kamen. Während der gesamten Spielzeit lag der HCS nicht einmal in Führung.
"Wir hatten keine Ordnung in der Deckung. 28 Gegentore sind zu viel. Im Angriff fehlte der Mut zum Risiko. Ich bin schon enttäuscht. Die Mannschaft hat die taktischen Anweisungen nicht umgesetzt. Das muss sie noch lernen", sah HC-Trainer Nils Lässing die Partie. Dagegen konnte HSV-Trainerin Marita Daum mit ihrem Team zufrieden sein: "Ich bin schon stolz auf die Truppe. Wir konnten nur mit zehn Spielerinnen antreten und mussten Torhüterin Susen Buchholz reaktivieren. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Es war ein guter Abschluss nach einer nicht ganz befriedigenden Saison."
Das Spiel begann mit einem Strafwurf und dem 0:1. Im weiteren Verlauf sollten die Unparteiischen 15 Mal auf den Punkt zeigen. Schon in der Anfangsphase wurde deutlich, dass der HCS nicht seinen besten Tag erwischte. Zudem traf er auf einen motivierten Gegner, der aber auch von den Fehlern der Salzländerinnen profitierte. So führte der Gast nach zehn Minuten 6:3. Die Wildgänse kämpften sich aber wieder zum 10:10 heran, wobei Yvonne Sachse einige schöne Anspiele an den Kreis gelangen. Das war aber schon einer der wenigen Lichtblicke. Bis zur Pause setzte sich Haldensleben wieder auf drei Tore ab (11:14.)
Aber damit war das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Denn nur kurz nach Wiederanpfiff erhöhte der Gast auf 11:16. Jetzt erwachte wenigstens der Kampfgeist der Salzländerinnen. Spielerisch blieben weiter viele Wünsche offen. Dennoch wurde der 22:23-Anschluss geschafft und die Partie war wieder offen. Stephanie Jäger, nicht nur ob ihrer 14 Tore beste Spielerin beim HCS, ließ ihr Team mit dem 24:24 weiter hoffen. Zumal in Überzahl gespielt wurde. Doch zwei Strafwürfe in dieser Phase gegen die Wildgänse brachten den HSV wieder in die Vorhand. Doch es waren noch vier Minuten zu spielen. Cindy Schöne hielt dann beim 26:27 einen Strafwurf. Aber auf der anderen Seite traf Marie Knappe vom Punkt nur den Pfosten. Und als sich Silke Ruthe noch einen Abspielfehler leistete, machte der Gast das vorentscheidende 26:28. In der verbleibenden Spielzeit trafen die Salzländerinnen nur noch einmal zum 27:28-Endstand.