Handball-Oberliga: Höchstlast für den Minikader aus Wolfen

16.08.2012 18:41 Uhr | Aktualisiert 16.08.2012 21:07 Uhr
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Von thomas schaarschmidt
Der HSG Wolfen hat wenig Zeit, sich auszuruhen. Am Mittwoch bestritten die Handballer ein Testspiel geegn HV Grün-Weiß Werder. Am Sonntag steht der Anhalt-Cup bevor. Dabei besteht das Team aufgrund von Verletzungen derzeit nur auch sieben Feldspielern und zwei Torhütern.
Wolfen/MZ. 

Ein wenig neidisch war Wolfgang Spitz schon. "So einen Kader", sagte der Trainer der HSG Wolfen, "hätte ich auch gern." Gemeint war die Aufstellung des HV Grün-Weiß Werder. Der Brandenburgligist hatte sich am Mittwochabend in Wolfen zu einem Testspiel vorgestellt. Das gewann die HSG - eine Liga höher in der Mitteldeutschen Oberliga aktiv - zwar mit 27:22, aber Spitz gefiel, was er auf der gegnerischen Seite sah. "Die haben sich gut verstärkt, vor allem der Torhüter war super."

Nicht zuletzt daran lag es, dass die Gastgeber eine Weile brauchten, um am Ende den Test für sich zu entscheiden. "Am Ende ist unsere Abwehr stabiler geworden und unsere Schlussmänner haben ein paar starke Bälle gehalten." Vor allem aber war es für die HSG, die nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Rechtsaußen Benedikt Schmidt nur noch über sieben Feldspieler und zwei Torhüter verfügte, ein physischer Härtetest. "Wir haben nahezu durchgespielt", so Wolfgang Spitz.

Das aber nicht schlecht. Auf der durch Schmidts Ausfall verwaisten Position versuchten sich sowohl Rechtshänder Raik Baumbach als auch Linkshänder Hendrik Hein. Baumbachs Auftritt machte Hoffnung und auch Hein machte keine schlechte Figur. "Insgesamt fehlte allen noch etwas die Präzision im Abschluss", meinte der Trainer, auf dessen Mannschaft am Sonntag gleich die nächste Bewährungsprobe wartet. Beim 11. Anhalt-Cup trifft die HSG Wolfen in eigener Halle ab 10 Uhr in ihrer Vorrundengruppe auf die SG TMBW Berlin und die HSG Fichtelgebirge. Gespielt werden jeweils zweimal 15 Minuten. In der anderen Gruppe treten er Zwönitzer HSV, der VfL Lichtenrade und der SV Oebisfelde an. Vor- und Endrunde zusammengerechnet warten zwei Stunden reine Spielzeit auf die HSG - und das auch noch ohne den verhinderten Hendrik Hein. "Wir werden das kontrolliert und in Intervallen spielen müssen", sagt Wolfgang Spitz, wohlwissend um die Belastung, die solch ein Turnier für seinen Mini-Kader mit sich bringt. Gegen 16.30 Uhr soll der Sieger feststehen.