Steffen Baumgart (l.) soll künftig die Nachwuchsarbeit des HSV Naumburg-Stößen koordinieren. Am Dienstag trainierte er zusammen mit Übungsleiter Detmar Schweigel (hinten) die E-Jugendlichen des Vereins. (FOTO: NICKY HELLFRITZSCH)
Damit dies auch langfristig klappt, will der Verein seine Nachwuchsarbeit kontinuierlich verbessern. Deren Koordinator soll Steffen Baumgart, einer der "Aufstiegshelden", werden. Der 28-Jährige, der sowohl auf Linksaußen als auch zentral im Spielaufbau eingesetzt werden kann, ist prädestiniert für diese Aufgabe. Seine handballerische Ausbildung genoss er beim ruhmreichen SC Magdeburg; mit diesem wurde er drei Mal Deutscher Meister im A- und B-Jugend-Bereich. Als Aktiver sammelte er sogar Zweitliga-Erfahrung (in Potsdam), ehe er vor zweieinhalb Jahren zum HSV kam und damit seinem Kumpel Marcel Kilz folgte. "Ab der 5. Klasse habe ich zweimal am Tag trainiert und jedes Wochenende gespielt. Schon damals konnte ich mir beim Training der SCM-Männer viel abgucken", erinnert sich Baumgart, dessen Vater Reiner mit den Magdeburgern 1981 Europapokalsieger der Landesmeister wurde.
Steffen Baumgart soll beim HSV Naumburg-Stößen ein einheitliches Konzept für die Trainingsarbeit im Nachwuchsbereich entwickeln, zusammen mit Ines Seidler die Inhalte erarbeiten. Dafür will er jetzt die einzelnen Jugendmannschaften kennenlernen, deren Übungsleiter im Training unterstützen. "Wenn wir einmal Spieler aus den eigenen Reihen gewinnbringend in die erste Männermannschaft einbauen wollen, müssen wir schon in der E-Jugend mit der richtigen Ausbildung beginnen", so Baumgart. Und eben in dieser, der jüngsten Mannschaft des Vereins, sieht der neue Nachwuchskoordinator zunächst auch sein Hauptbetätigungsfeld.
Ziel des HSV sei es, so Vorsitzender Sascha Krieg, "im Verein einen hauptamtlichen Mitarbeiter für die Jugendarbeit zu beschäftigen". Doch dafür fehlen noch Sponsoren. Steffen Baumgart muss derzeit noch als Nachtportier im "Euroville" jobben, um über die Runden zu kommen.