THW Kiel Spieler Kim Andersson wirft den Ball. (FOTO: DAPD)
Der frisch gebackene deutsche Handballmeister THW Kiel hat am Samstagnachmittag als erster Klub das Endspiel des DHB-Pokals erreicht. Die in der Liga nach 29 Partien noch verlustpunktfreien Kieler besiegten zum Auftakt des 20. Final-Four-Turniers in der ausverkauften Hamburger Arena vor rund 13.000 Zuschauern den letztjährigen Meister HSV Hamburg 27:25 (15:13). Bester Werfer bei den siegreichen Kielern war der Serbe Momir Ilic mit sieben Toren. Für Hamburg traf der Däne Hans Lindberg sogar zehnmal.
In dem hochklassigen und packenden Prestigeduell schenkten sich die beiden Spitzenteams nichts. Immer wieder wechselte die Führung - erst in der Schlussphase konnten die etwas glücklicheren Kieler auch dank ihres dann überragenden Torhüters Thierry Omeyer die Partie zu ihren Gunsten entscheiden.
„Das war ein sehr hartes Spiel, am Ende haben wir verdient gewonnen“, sagte Ilic. Sein Teamkollege Kim Andersson fügte hinzu: „Der HSV war der erwartet starke Gegner. Thierry Omeyer hat zwar nicht viele Bälle gehalten, aber die wichtigen, und das hat gereicht.“ Bei den Hamburgern herrschte große Enttäuschung nach der knapp verpassten Überraschung. „Wir haben in den wichtigen Situationen Fehler gemacht“, gestand HSV-Torhüter Dan Beutler.
Der THW hat in seinem insgesamt elften Pokalfinale am Sonntag (16.00 Uhr) die Möglichkeit, den Vorjahrestitel zu verteidigen und zum achten Mal den Pokal zu gewinnen. Der Kieler Gegner wird am Samstagabend (18.00 Uhr) im zweiten Halbfinale ermittelt. Dort trifft der aktuelle Tabellenzweite der Bundesliga, die SG Flensburg-Handewitt, auf das Überraschungsteam, den Tabellenelften TuS N-Lübbecke.