Handball: Uhlig kehrt mit Gänsehaut zurück

05.08.2012 22:41 Uhr | Aktualisiert 19.02.2013 14:08 Uhr
Eileen Uhlig (Union/Mitte) in Aktion. (ARCHIVFOTO: ANDREAS LÖFFLER) 
Von Jan-Ole Prasse
Quälende acht Monate hat Eileen Uhlig auf diesen Moment gewartet. Am Samstagmorgen war er endlich gekommen. Uhlig stand nach ihrem Kreuzbandriss erstmals wieder mit ihren Teamkolleginnen von Union Halle-Neustadt in einem richtigen Handball-Match auf der Platte.
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Halle (Saale)/MZ. 

Zwar nur im Vorrundenspiel beim Vorbereitungsturnier in Zwickau gegen den Viertligisten HSV Marienberg, aber immerhin. "Gerade am Anfang war ich aufgeregt wie mit 14 Jahren. Herzklopfen, Bauchkribbeln und Gänsehaut, alles war dabei", sagte die Rückraumspielerin.

Und Uhlig präsentiert sich bei ihrem Comeback in guter Form - wie die gesamte Mannschaft, die am Ende auf Platz zwei landete. Mit zwölf Toren war sie beste Torschützin aus dem Spiel heraus. Nur Monic Burde schaffte mit 13 eines mehr, davon allerdings neun vom Siebenmeterpunkt. "Ich hätte nicht gedacht, dass es schon so gut wieder geht", sagte Uhlig überrascht: "Und das Knie hat überhaupt keine Probleme gemacht."

Auch Trainer Michal Lukacin war mit der Leistung seiner Rückraumspielerin zufrieden: "Eileen hat gezeigt, dass sie körperlich in einer sehr guten Verfassung ist."

Auch sonst zeigten sich die Wildcats in Zwickau in einer erstaunlichen Frühform. In den ersten drei Spielen konnte die Mannschaft drei klare Siege verbuchen - wenn auch gegen unterklassige Gegner. Im Finale unterlag Union dem ersten Pokalgegner und Ligakonkurrent BSV Sachsen Zwickau knapp mit 15:16. Das entscheidende Tor fiel per Siebenmeter mit der Schlusssirene. "Ich bin absolut zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, die Finalniederlage war schon sehr unglücklich", bilanzierte Lukacin. Das Lob kam nicht von ungefähr, denn in den letzten drei Wochen hatten die Spielerinnen beinah ausschließlich Kondition gebolzt und kaum einmal den Ball zu Gesicht bekommen.

Das Turnier war zugleich die Premiere von Neuzugang Dagmara Stuparicova. "Sie hat ihre Sache auf der für sie ungewohnten Position als Spielmacherin ordentlich gemacht", sagte Lukacin. Natürlich seien noch nicht die Automatismen im Angriffsspiel vorhanden, aber das werde noch kommen. Schon am kommenden Wochenende wartet beim Turnier in Altlandsberg mit dem Erstligisten HSG Blomberg-Lippe ein erster Härtetest auf die Wildcats.