Handball: Verbandsligist verpflichtet neuen Coach

15.05.2012 18:55 Uhr | Aktualisiert 15.05.2012 20:46 Uhr
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Sven Jäger, Thomas  Eckleben, René  Seiffert

Der HBC-Vorstand, Sven Jäger und René Seiffert (re.), begrüßt Trainer Thomas Eckleben (Mitte). (FOTO: VEREIN)

Die Verbandsliga-Handballer des HBC Wittenberg haben einen neuen Chefcoach. Thomas Eckleben übernimmt ab dem 1. Juli das Kommando. Er macht seinen Job ehrenamtlich.
Wittenberg/MZ/TT. 

Die Verbandsliga-Handballer des HBC Wittenberg haben einen neuen Chefcoach. "Es haben sich mehrere Kandidaten vorgestellt", erzählt HBC-Präsident und Spielertrainer René Seiffert, "doch Thomas Eckleben hat uns am meisten überzeugt. Er bekommt kein Geld, sondern macht seinen Job ehrenamtlich."

Bekannte Größe

Der gebürtige Dessauer, der die Schwarz-Weißen zum 1. Juli übernimmt, ist in der Region bekannt wie ein "bunter Hund". Eckleben spielte in der DDR-Oberliga für die damalige BSG Chemie Piesteritz und betreute später das Regionalliga-Team des Vereins von 1997 bis 2004. Anschließend gab er seine Visitenkarte beim Sachsenligisten LHV Hoyerswerda (2005 bis 2007) ab. Danach ging es zurück in die Lutherstadt. Mit der TSG schaffte er den Aufstieg in die Verbandsliga (2008) und mit TuS 1947 Radis den Sprung in die neu gegründete Mitteldeutsche Oberliga (Saison 2009 / 10).

"Unser Ziel heißt Klassenerhalt", sagt Seiffert, der unter der Regie von Eckleben Kapitän bei den Grün-Weißen war. Nach zwei Aufstiegen in Folge wolle man beim HBC die Kirche im Dorf lassen. Momentan sind die Lutherstädter auf Suche nach neuen Spielern. "Es absolvieren derzeit zwei Torhüter ein Probetraining", erzählt der HBC-Chef, der aber betont, dass noch nichts unter Dach und Fach sei. "Deshalb verrate ich auch keine Namen." Das war's? "Nein. Einen Rückraumspieler brauchen wir ebenfalls."

Zweites Pokalendspiel

Am Sonnabend wollen die Wittenberger ihrem neuen Trainer das passende Antrittsgeschenk überreichen. In der Stadthalle steht um 15 Uhr das Anhaltpokal-Rückspiel zwischen dem HBC und der SG Abus Dessau (Anhaltliga) auf dem Programm. Am Sonntag unterlagen die Wittenberger in Roßlau dem Meisterschaftsdritten der Serie 2011 / 12 nur knapp 24:26 und haben sich somit eine gute Ausgangsposition für das zweite Kräftemessen geschaffen.

Der Verbandsliga-Aufsteiger aus der Lutherstadt erwischte einen Start nach Maß und setzte sich nach ausgeglichener Anfangsphase (4:4) schnell auf 8:5 ab. In der Folgezeit leisteten sich die Schwarz-Weißen aber zu viele Fehlwürfe. Fest steht: Bei besserer Chancenverwertung hätte der HBC zu Pause deutlich höher führen müssen als 14:12.

Im zweiten Abschnitt bestimmten zunächst die Wittenberger das Geschehen. Doch ab der 40. Minute "glänzten" die Gäste im Angriff mit zu vielen Einzelaktionen und wurden von jetzt aggressiv auftretenden Dessauern von der Siegerstraße gedrängt. Am Samstag ab 15 Uhr in der Stadthalle muss der HBC mit drei Toren Unterschied gewinnen, um sich die Trophäe in die Vereinsvitrine zu stellen. "Wir wollen den Pokal", sagt Seiffert.