Handball: Zum Abschluss kommt das Déjà-vu

13.05.2012 20:03 Uhr | Aktualisiert 13.05.2012 22:13 Uhr
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Von Marcus Bräuer
Die höchste Saisonniederlage hat die HG 85 Köthen sich für den letzten Spieltag in der Mitteldeutschen Oberliga aufgehoben. Das Team verlor beim SV Hermsdorf mit 20:30.
Hermsdorf/Köthen/MZ. 

Torwart muss im Feld aushelfen

Doch die hohe Niederlage war erklärbar. Mit Denny Friedl (Hexenschuss) und Maik Mischek (beruflich verhindert) fehlten die beiden Aufbauspieler. Im Verlauf des Spiels wurden zudem Robert Kreller und René Uelsmann mit jeweils drei Zeitstrafen des Feldes verwiesen, so dass man sich genötigt sah, die etatmäßige Nummer eins im HG-Tor, Sebastian Loske, als Feldspieler aufzubieten. Und dann waren da noch die Schiedsrichter. "Ich weiß nicht, was mit denen los war", sagte Spielertrainer Ralf Stojan, "uns gegenüber war die Leistung eine Frechheit."

Es ging um nichts mehr, dennoch wollte man sich anders aus der Saison 2011 / 12 verabschieden. "Die erste Halbzeit haben wir ganz gut offen gehalten", so Stojan. 10:13 hieß es aus Sicht der HG nach dreißig Minuten. Doch im zweiten Durchgang war der Aderlass so groß, dass sich Stojan sogar an den Saisonbeginn erinnerte. "Das war ein Déjà-vu. Wir haben mit einem Mini-Kader angefangen und mit einem Mini-Kader aufgehört." Stojan konnte darüber lachen.

Alles andere als Mini scheint der Kader in der nächsten Saison zu sein. Andreas Auerbach machte den nächsten Neuzugang fest. Mit Christian Lingk kommt ein alter Bekannter zurück in die Bachstadt. Vor zwei Jahren wechselte der Rückraumspieler von der HG zu Rot-Weiß Staßfurt, nun die Rückkehr. In dieser Woche sollen sich weitere Personalien entscheiden, wie HG-Präsident Andreas Auerbach gegenüber der MZ äußerte.

Wolfen dank Aschersleben gerettet

Mit dem letzten Spieltag fielen auch alle Entscheidungen. So hat der HC Elbflorenz Dresden sich durchgesetzt und tritt den Gang in die 3. Liga an. "Das ist eine Riesengeschichte für Dresden. Die aus meiner Sicht beste Mannschaft hat es geschafft. Glückwunsch", sagte Stojan.

Die HSG Wolfen konnte sich vor dem Absturz in die Sachsen-Anhalt-Liga retten. Aber nicht aus eigener Kraft. Ziegelheim verlor zwar gegen Staßfurt, doch die HSG machte ihre Hausaufgaben nicht, verlor gegen Hoyerswerda. So musste Aschersleben helfen. Das Team machte in der 3. Liga durch den 28:21-Sieg gegen Pirna den Klassenerhalt perfekt und leistete damit Schützenhilfe für Wolfen. "Wir sind natürlich erleichtert", sagte HSG-Trainer Wolfgang Spitz, "aber alles in allem war das eine verkorkste Saison." Blauer kann ein Auge nicht sein, wie das, mit dem die HSG davon gekommen ist.