Hinfahrt nach Meuselwitz: Kleiner Stau durch Konvoi der HFC-Fans

12.05.2012 11:59 Uhr | Aktualisiert 12.05.2012 18:04 Uhr
Drucken per Mail
HFC-Fans starten Konvoi nach Meuselwitz

HFC-Fans starten Konvoi nach Meuselwitz (FOTO: GÜNTER BAUER)

Von RALF BÖHME
Am Samstagmorgen haben sich die Anhänger des HFC am Erdgas-Sportpark getroffen um gemeinsam in einem Konvoi nach Meuselwitz zu fahren.
MEUSELWITZ/MZ. 

Geschafft. Kurz vor Spielbeginn erreichte das letzte Auto des HFC-Fan-Konvois den völlig überfüllten Parkplatz am Stadion in Meuselwitz. Der blaue Polo, Baujahr 1992, hatte kurz vor der Abfahrt Naumburg auf der A9 eine Panne.

Wie waren Rainer Schiemann und seine beiden Kinder Anton und Max aus Halle-Trotha froh, dass schon nach kurzer Zeit ein gelber Engel helfen konnte. Zehn nach zehn hatte sich die rot-weiße Kolonne in der halleschen Kantstraße in Bewegung gesetzt.

An der Spitze 13 Reisebusse, gefolgt von etlichen Kleintransportern und mehr als 200 mit Fahnen und Transparenten geschmückten PKW. Einige Fans hatten schon bis dahin eine weite Anreise, unter anderem ehemalige Hallenser, die im Westen oder in Österreich arbeiten. Robby Schlosser, der unweit von Salzburg in den Alpen kellnert, sagte: "Der HFC ist meine wahre Heimat." Sein Tipp vor dem Spiel - 3 zu 1 für die rot-weißen Teufel.

Da der Konvoi nicht offiziell angemeldet war und deshalb nicht von der Polizei begleitet wurde, riss das Band an den roten Ampeln rasch auseinander. Auf der Landstraße war der Tross aber wieder beisammen und bot bei der Fahrt durch die gelben Rapsfelder des Saalekreises ein prächtiges Bild. Hupkonzert - In vielen Dörfern standen Menschen am Straßenrand und staunten über die Kolonne, die sich mit Tempo 80 in Richtung Autobahn bewegte.

Das hohe Verkehrsaufkommen führte an der Auffahrt zur A38 zu Rückstau, genau so wie beim Abfahren von der A9 in Richtung Zeitz. Dass es keine Auffahrunfälle gab, zeigte, dass der HFC mit Fortuna im Bunde stand. In Zeitz regelte die Polizei professionell den Verkehr und schleuste die Fans durch das Gewirr der Umleitungen. Auf kurvenreicher Strecke erreichten die Fahrzeuge die 11 000 Einwohner zählende Stadt Meuselwitz im Dreiländereck Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt.

Auf die Bremse gehen mussten die Piloten nur einmal, ein Radfahrer aus Dessau - genannt Speedy - wollte zum Stadion und musste aber überholt werden. 80 Prozent der Tickets für die bluechip-Arena seien an Fans aus Halle und Umgebung gegangen, so die Gastgeber. Das Stadion, das rund 5 500 Plätze besitzt, ist nahezu ausverkauft.