Claudia Malzahn enttäuschte bei der EM in Russland. (FOTO: IMAGO)
"Schade", kommentierte der Geschäftsführer des Deutschen Judobundes, Reinhard Nimz, das frühe Aus der Mitfavoritin. "Die Aufgabe war schwer, aber lösbar." Nimz glaubt, dass die Hallenserin den Kampf im Kopf verloren hat. "Das war eine Sache der inneren Einstellung. Körperlich ist Claudia fit. Dabei hätte sie unbeschwert herangehen können, denn im Gegensatz zu anderen hat sie ihre Olympiaqualifikation ja schon in der Tasche."
Claudia Malzahn sieht das genauso. "Ich habe mich vorher gut gefühlt. Doch beim Gang auf die Matte war es, als hätte ich einen Schalter umgelegt. Ich konnte nichts mehr abrufen von dem, was ich kann. Ich habe einfach nicht in den Kampf gefunden." So krass habe sie das noch nie erlebt. Und sieht darin einen Fingerzeig vor Olympia. "Ich werde versuchen, das Ganze aufzuarbeiten."
In London soll ihr das nicht noch einmal passieren. Das hofft auch Peter Frese. "Nach der verpatzten Generalprobe wird Claudia sicher ein erfolgreiches olympischer Turnier absolvieren. Ich traue ihr das jedenfalls zu", sagt der Präsident des Deutschen Judo-Bundes.