Marcus Becker und Stefan Henze beenden ihre Karriere. (ARCHIVFOTO: ANDREAS LÖFFLER)
Vor zwei Wochen hatten die Routiniers die erneute Olympia-Qualifikation knapp verpasst. "Einen weiteren Olympiazyklus schaffen wir nicht", sagt Stefan Henze mit Verweis auf ihr Alter. Die Soldaten der Sportfördergruppe, die parallel zu ihrer Karriere ein Sportstudium absolviert haben, werden in diesem Jahr 31.
"Wir sind unheimlich stolz darauf, dass wir uns noch einmal an die Spitze herankämpfen konnten. Wir haben gezeigt, dass wir zu den Besten gehören", sagt Marcus Becker. Zweimal hatte er für längere Zeit sein Paddel wegen eines Bandscheibenvorfalls in die Ecke stellen müssen. Nach einem dritten Platz beim vorolympischen Test letztes Frühjahr in London hatte er sich ein zweites Mal einer Operation unterziehen müssen. Die Zeit, sich rechtzeitig wieder in Form zu bringen, erschien beiden kurz. Sie haben es trotzdem gewagt - und waren bei der Olympia-Qualifikation Ende April in Augsburg und Markkleeberg mit den anderen deutschen Top-Booten auf Augenhöhe.
Die Kanuten vom Böllberger SV gehören seit ihrem WM-Titelgewinn 2003 im C 2 zur Weltspitze. Das war ihr größter Erfolg - neben Olympiasilber 2004 in Athen.