Kanuslalom: Olympia-Quali ist endgültig ein Bruderkampf

23.04.2012 21:11 Uhr | Aktualisiert 29.04.2012 19:40 Uhr
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Marcus Becker

Marcus Becker. (ARCHIVFOTO: LÖFFLER)

Von Christoph Karpe
Die Olympia-Qualifikation der Slalomkanuten ist im Zweier-Canadier endgültig zum Familienduell geworden. Nach der ersten Runde am Wochenende führen die Hallenser Marcus Becker und Stefan Henze.
Halle (Saale)/MZ. 

Die Olympia-Qualifikation der Slalomkanuten ist im Zweier-Canadier endgültig zum Familienduell geworden. Nach der ersten Runde am Wochenende im Augsburger Wildwasser-Kanal führen die Hallenser Marcus Becker und Stefan Henze, die Silbermedaillen-Gewinner der Spiele von Athen 2004. David Schröder und Frank Henze (Leipziger Kanu-Club) liegen - punktgleich mit den Hallensern - ebenso aussichtsreich im Rennen. Und nur knapp dahinter rangiert das Merseburger Duo Robert Behling und Thomas Becker, dem Bruder von Marcus.

Da der Deutsche Kanuverband bei den Sommerspielen in London in jeder Bootsklasse nur einen Startplatz besetzen darf, entscheiden nun die finalen Läufe am kommenden Wochenende in Markkleeberg darüber, welches Duo den Zuschlag bekommt. Es steht ein Krimi, ein packender Dreikampf unter Verwandten, an. "Das wird eine enge Kiste, Becker gegen Becker und Henze gegen Henze - alles ist offen", sagte Marcus Becker, nach dem Training am Montag in Markkleeberg.

Schröder und Henze aus Leipzig setzten in Augsburg am Samstag das erste Ausrufezeichen. Sie gewannen vor Becker und Henze von den Böllberger Kanuten. Das Merseburger Boot mit Robert Behling und Thomas Becker patzte da noch. Nach zwei Torstangen-Berührungen sprang nur Platz fünf heraus. Marcus Becker haderte derweil mit den Kampfrichtern. "Uns wurde ein Fehler gegeben, der keiner war." Futsch war Platz eins.

Nach dem zweiten Tag schauten dann die Merseburger fröhlicher drein. Behling und Becker gewannen. "Der Sieg hat uns gezeigt, dass wir vorn mitmischen können", so Behling. Auch Thomas Becker war erleichtert: "Nach dem Ergebnis vom ersten Tag fällt mir ein Stein vom Herzen." Erneut waren die Hallenser Marcus Becker und Stefan Henze Zweite. "Wir haben einen Fahrfehler gemacht. Doch wir haben gezeigt, dass wir mit den Jungen mithalten können. Das stimmt optimistisch für das Finale", so Marcus Becker. Die Kombination aus Leipzig landete diesmal auf Rang drei.

Für Bundestrainer Michael Trummer ist das Rennen offen: "Es haben sich noch keine Favoriten herauskristallisiert. Wir haben drei Boote, die um die Startplätze in London fahren."