Kanuslalom: Um drei Hundertstel zu langsam

30.07.2012 21:35 Uhr | Aktualisiert 30.07.2012 22:00 Uhr
Drucken per Mail
Von Petra Szag
Nach nur drei Stunden war für Frank Henze das Abenteuer Olympia auch schon wieder vorbei. Der Hallenser, zusammen mit dem Leipziger David Schröder die deutsche Hoffnung im Zweiercanadier, verpasste am Montag im Lee Valley White Water Centre um den Wimpernschlag von drei Hundertstelsekunden den Einzug ins Halbfinale.
London/Mz. 

Nach zwei Durchgängen blieb dem Boot nur Vorlaufplatz elf von 14 Teams. "Natürlich sind wir enttäuscht", räumte Cheftrainer Michael Trummer ein.

Allerdings, das musste der Coach aus Zeitz zugeben, hatten seine Schützlinge keinen guten Tag erwischt. Im ersten Durchgang waren sie fehlerfrei geblieben. Nach einem laut Trummer "soliden, wenn auch nicht optimalen Lauf" hatten sie sich an neunter Stelle einrangiert. Das zweite Rennen lief überhaupt nicht. Zwar steigerten sich Henze und Schröder um fast vier Sekunden, dafür wurden sie nach zwei Torstangen-Berührungen mit vier Strafsekunden belegt.

Weil zumindest eine umstritten war, versuchte Trummer, mit einem Protest zu retten, was noch zu retten ist - vergebens. Der letzte Halbfinalplatz ging an die Australier Kynan Maley und Robin Jeffery.

"Das ist schade", sagte der Trainer in seinem ersten Fazit, "aber die Jungs hatten es selbst in der Hand."