Aufstieg in Liga 3: HFC-Spieler jubeln. (FOTO: ANDREAS LÖFFLER)
Aus diesem Grund hat er das Landespokal-Finale am Mittwoch gegen den Verbandsliga-Sechsten Haldensleber SC zum "wichtigsten Spiel des Jahres" ausgerufen. Schließlich winken im Falle eines Pokalsieges nicht nur die rund 100 000 Euro Antrittsprämie durch den DFB, mit der man glatt zwei Spielergehälter für eine Saison finanzieren könnte. Sondern auch eine fette Einnahme in einem mit 15 000 Zuschauern ausverkauften Stadion. "Wir haben den Drittliga-Aufstieg zwar ordentlich gefeiert. Aber es hat niemand über die Stränge geschlagen. Alle gehen hochkonzentriert in diese Partie", sagt Schädlich.
Nach zwei Tagen Pause ließ Trainer Sven Köhler seine Aufstiegshelden gestern noch einmal tüchtig schwitzen. Erst nach knapp zwei Stunden war die schweißtreibende Einheit bei schwülen 28 Grad im Erdgas Sportpark beendet. Es war die letzte harte Trainingseinheit der zu Ende gehenden Saison. Mittwochmittag folgt noch ein lockeres Einlaufen, ehe es in den Bus und auf die - gemessen an den künftigen Touren in der neuen Spielklasse - kurze Fahrt ins Dessauer Paul-Greifzu-Stadion geht. "Wir haben keinen Grund, den Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Beispiel in Sachsen hat gezeigt, wie schnell man Probleme bekommen kann, wenn die Konzentration nicht stimmt", sagte Köhler. Im Finale des Sachsenpokals stand Drittligist Chemnitzer FC beim Sechstligisten VfB Hohenstein-Ernstthal kurz vor einer Niederlage und rettete sich gerade noch mit einem 5:4-Erfolg in der Verlängerung in den DFB-Pokal.
Und wie die Elf aus Hohenstein-Ernstthal hat auch der Haldensleber SC Spieler in seinen Reihen, die schon einmal höherklassig aktiv waren. Timm Kreibich, der vor einigen Jahren auch einmal auf der Wunschliste des Halleschen FC stand, hat zu besseren Zeiten ebenso lange Jahre das Trikot des 1. FC Magdeburg getragen, wie Martin Zander oder Marcel Probst, der letzten Sommer zum Verbandsligisten wechselte. Trotzdem sieht sich HSC-Trainer Stephan Grabinski in einer krassen Außenseiter-Rolle. "Wir wollen die Chance, die wir nicht haben, nutzen", sagt er.
Seine hallescher Kollege Sven Köhler wird seine in der Meisterschaft erfolgreiche Mannschaft bis auf eine Ausnahme wohl nicht verändern. Im Tor steht nicht Darko Horvat sondern dieses Mal Jürgen Rittenauer. Die Nummer zwei der Rot-Weißen war bislang in allen Landespokalspielen gesetzt und "hat sich diesen Einsatz mit seinen guten Leistungen im Training und in der zweiten Mannschaft verdient", sagt der Trainer zur Begründung.
Der Hallesche FC kann übrigens für ein Novum im Landespokal von Sachsen-Anhalt sorgen. Seit der Austragung dieses Wettbewerbes 1991 ist es noch keinem Verein gelungen, die Trophäe drei Mal hintereinander zu gewinnen. Es wäre der sechste HFC-Erfolg insgesamt.