Leichtathletik: Wasserdusche steht bereit

17.08.2012 19:57 Uhr | Aktualisiert 17.08.2012 20:22 Uhr
So sieht es Samstagnachmittag wieder in Linda aus, wenn der Waldpokallauf gestartet wird. Und dies ist mittlerweile schon das 27. Mal in Folge der Fall. (FOTO: THOMAS CHRISTEL) 
Von andreas richter
Manche hatten schon befürchtet, dass sie dieses Jahr sogar ausfallen könnte. Doch eine der beliebtesten Laufveranstaltungen im Landkreis Wittenberg wurde - zum Glück - lediglich verschoben.
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linda/MZ. 

Denn eigentlich findet der Waldpokallauf in Linda immer im Juli statt. 2012 eben ausnahmsweise erst im August. Genauer gesagt am Samstagnachmittag. Treff ist wieder das Areal zwischen Gasthaus und Museumsgelände mitten im Ort. Dort befindet sich das Start- und Zielgebiet. Und das Rennen wird auch wie üblich um 16 Uhr gestartet. Zwischenzeitlich geisterte nämlich durch die Laufszene die Information, dass der Beginn auf 10 Uhr vorverlegt wäre.

Auch will man flexibel auf die aktuellen Wetterentwicklungen reagieren. Da nämlich für Samstag ziemlich heiße Temperaturen vorausgesagt sind, wird nicht nur ausreichend Trinken zur Verfügung gestellt. Die Lindaer sorgen ebenfalls dafür, dass die Aktiven während des Laufes in den Genuss einer erfrischenden Dusche kommen. Darum kümmern sich wieder gern die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr des Jessener Stadtteiles.

Freiwillige Helfer sind "schuld"

Hauptorganisator Achim Schütze weiß genau, dass dies reibungslos funktionieren wird. Wie auch alle anderen Details, um die sich die Helfer, neben anderem vom Sport - und Heimatverein, bemühen. Wegen ihnen kam es übrigens zur Verlegung. "Dies war der Ferien- und Urlaubzeit geschuldet. Viele unserer Stammkräfte wären im Juli nicht dagewesen", erklärt Schütze. Zudem zeige sich, dass die Verschiebung einen Vorteil habe. "Wir merken an den Anmeldungen, dass vor allem aus dem Brandenburgischen mehr Läufer als sonst kommen werden. Dort sind die Ferien nämlich vorbei", freut sich der Cheforganisator.

Am Freitag sprach er von über 80 Anmeldungen. Achim Schütze schätzt aber aus Erfahrung der vergangenen Jahre ein, "dass noch einiges dazu kommen wird". Denn viele finden erst am späten Freitagabend oder sogar am Sonnabendvormittag die Ruhe, ihre Anmeldung zu schicken. Allerdings ist für Schütze die Zahl der Teilnehmer - für Starter aus dem Landkreis Wittenberg zählt der Lauf übrigens für die Ranglistenwertung - nicht die Prämisse. Er gibt zwar zu, "dass sich der Aufwand für nur zehn Leute nicht rechtfertigen ließe". Aber ihn und den Lindaern gehe es darum, alljährlich der Leichtathletik einen Bühne zu bieten. Für ihn ist dies eine Herzensangelegenheit, auch weil Schütze selbst begeisterter Läufer ist.

Programm wird abgespeckt

Und dieses Herzblut ist wohl der entscheidende Grund, dass das 27. Mal Sieger und Platzierte gesucht werden. Wenngleich beim Programm abgespeckt wurde. So erklärt Achim Schütze, "dass wir Topläufer aus Afrika oder der deutschen Szene nur noch bei Jubiläen holen". Auch gibt es die Disziplinen der Olympischen Nacht nicht mehr. Dies sei aktuellen Entwicklungen geschuldet. "Wir mussten uns intensiv mit rechtlichen Fragen beschäftigen. Wer übernimmt beispielsweise die Verantwortung, wenn bei den Skatern was passiert", sagt Schütze. Dies sei alles so kompliziert, weswegen man sich nun nur noch auf den Lauf konzentriert. "Dies ist ein bisschen wie die Rückkehr zu den Wurzeln."