Vor der Tower Bridge treiben auf einem Ponton die Olympischen Ringe. (FOTO: DPA)
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte kurz zuvor die London-Starter in der Staatskanzlei in Magdeburg verabschiedet. Dazu die voraussichtlich sieben Paralympics-Teilnehmer, deren Nominierung noch aussteht. Erfolge im Spitzensport seien "ein Prüfstein für das Funktionieren der Sportförderung in unserem Lande", gab Sachsen-Anhalts erster Mann den Athleten mit auf den Weg.
In der letzten von drei Nominierungsrunden des DOSB hatten neben drei Ersatzruderern sieben Leichtathleten ihre Startzusage bekommen, darunter auch die gerade von der EM zurückgekehrten Medaillen-Gewinner Nadine Müller, Nadine Kleinert und Eric Krüger.
Doch alte Meriten zählen beim Saisonhöhepunkt nicht. In London geht es für alle bei Null los. Der Leiter des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt, Helmut Kurrat, traut dem kleinen Aufgebot Großes zu. "Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft, die die guten Leistungen von Peking wiederholen und vielleicht sogar die eine oder andere Spitzenleistung mehr bringen kann", sagte er. "Vor allem die Sportarten, die in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht haben, werden vorn dabei sein."
Zumindest quantitativ ist die erhoffte Steigerung ausgeblieben. 2008 hatten es 16 Sachsen-Anhalter in das deutsche Aufgebot geschafft, also nur einer weniger als diesmal. In Sachsen sind es 27, fünf mehr als noch vor vier Jahren. Thüringen schickt sieben Athleten in die Wettbewerbe. In Peking waren es sechs.