Viele Zuschauer warten vor dem Erdgas Sportpark auf den Spielbeginn. (ARCHIVFOTO: STEFAN RÖHRIG)
Die Fußball-Fans in und um Halle sehnen den Aufstieg des Halleschen FC in die dritte Liga förmlich herbei. Nur noch drei Spieltage stehen auf dem Programm, aber noch haben mit dem HFC (73 Punkte), Holstein Kiel (69) und RB Leipzig (68) drei Mannschaften eine Aufstiegschance. In der eigenen Hand haben diese allerdings nur die Rot-Weißen.
Damit der Hallesche FC bereits Sonntag aufsteigen kann, muss Folgendes passieren:
1. Der HFC gewinnt sein Spiel gegen den FC St. Pauli II.
2. Holstein Kiel verliert sein Spiel beim Berliner AK.
3. RB Leipzig kommt bei Germania Halberstadt nicht über ein Unentschieden hinaus.
Dann hätte der HFC zwei Spieltage vor dem Saison-Ende uneinholbare sieben Punkte Vorsprung auf beide Verfolger.
Große Aufstiegspartys sind für Sonntag noch nicht geplant. Sollte der Traum in Erfüllung gehen, dann wird es wahrscheinlich viele spontane Feiern geben. "Der Großteil der Fangemeinde hat sich auf den Aufstieg beim nächsten Auswärtsspiel in Meuselwitz eingerichtet. Dorthin werden Sonderbusse fahren und es wird wahrscheinlich einen Autokorso geben", sagt Steffen Kluge vom Fanprojekt Halle. "Wir haben für jedenfalls keine Extra-Getränke in unserem Fanhaus gebunkert." Auch der HFC selbst hat nichts geplant: "Unsere Feier steigt am 19. Mai", sagt Vizepräsident Jörg Sitte.
HFC-Trainer Sven Köhler wird gegen den Tabellen-17. aus Hamburg wohl der bewährten Formation der letzten Wochen vertrauen. Einzig Innenverteidiger Patrick Mouaya musste unter der Woche wegen Problemen mit den Adduktoren etwas kürzer treten. Er will aber Samstag das Abschlusstraining absolvieren und Sonntag auch spielen. Dennis Wegner und Sören Eismann wären bei einer weiteren Gelben Karte für das nächste Auswärtsspiel in Meuselwitz gesperrt.
Die Reserve des FC St. Pauli hat die letzten fünf Spiele ausnahmslos verloren. Im Hinspiel gab der Hallesche FC eine sichere 2:0-Führung noch aus der Hand und spielte 2:2.