RB Leipzig kommt nicht zum Applaudieren nach Halle. (FOTO: DPA)
„Wir haben in Halle noch eine Rechnung zu begleichen.
Wir fahren nicht zum HFC, um da irgendetwas herzuschenken“, sagte Leipzigs Stürmer Stefan Kutschke vor dem Duell am letzten Spieltag am Samstag (13.30 Uhr/MDR) beim Spitzenreiter. In der Regionalliga Nord steht der Klub aus Sachsen-Anhalt mit 76 Punkten ganz oben, kann bei einem Unentschieden oder einer Niederlage gegen den millionenschweren Klub des Red-Bull-Besitzers Dietrich Mateschitz aber noch von Verfolger Holstein Kiel (75/zeitgleich beim VfL Wolfsburg II) abgefangen werden.
„Wir wissen um die Stärken der Leipziger. Sie werden sich ganz sicher voll reinhängen“, sagte Halles Trainer Sven Köhler. Für Leipzig geht es hingegen um nichts mehr, denn die Sachsen von Trainer Peter Pacult haben keine Chance mehr auf den Spitzenplatz und werden in der kommenden Saison bereits das dritte Jahr in der Regionalliga antreten müssen. „Wir werden alles daran setzen, das Spiel zu gewinnen. Allein schon, um uns mit einem Erfolgserlebnis von den Fans in die Pause zu verabschieden“, sagte RB-Kapitän Daniel Frahn, mit 26 Treffern bester Torschütze der Liga.
Für den Halleschen FC wären der Aufstieg und die Meisterschaft vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften heimischen Stadion nach der Teilnahme an der Zweitligasaison 1991/1992 die größten Erfolge der Vereinsgeschichte. Zur Vorbereitung bestritt die Mannschaft ein Kurztrainingslager im Harz.
Unterdessen soll eine Sicherheitspartnerschaft des Vereins mit der Polizei und der Stadt Ausschreitungen wie zuletzt bei den Relegationsspielen verhindern. „Diese Partnerschaft greift. Wir hatten in dieser Saison erstmals eine rückläufige Tendenz hinsichtlich der Erteilung von Stadionverboten und Konflikten mit der Polizei. Wir haben Absprachen mit unserem eigenen Fanprojekt getroffen, mehrere Sicherheitsberatungen durchgeführt und ein eigenes Sicherheitskonzept entwickelt“, erklärte HFC-Präsident Michael Schädlich der Nachrichtenagentuir dpa.
Zu den Maßnahmen des Sicherheitskonzeptes gehören Polizeistreifen am Stadion, die schon am Abend vor der Partie im ERDGAS Sportpark eingesetzt werden. Sie sollen verhindern, dass Pyrotechnik in der Spielstätte deponiert wird. Außerdem wird zum Saisonfinale nur alkoholfreies Bier ausgeschenkt. 160 private Sicherheits-Leute und 60 eigene Ordner werden bei den Einlass-Kontrollen eingesetzt. „Durch unser neues Stadion haben sich die Sicherheitsstandards deutlich erhöht. Wir sind auch für den Fall vorbereitet, dass wir den Aufstieg am letzten Spieltag noch verpassen“, sagte Schädlich. Von solch einer Konstellation wollen die HFC-Anhänger jedoch nichts wissen.