Die Zeit läuft. Die Uhr ist bei Spieleröffnung immer auf 15 Uhr gestellt. (SYMBOLFOTO: MZ)
Ein kleiner Ort steht Kopf und das aus gutem Grund. Es ist ja hinreichend bekannt, dass in Löberitz gern und vor allem sehr gut Schach gespielt wird. Das Gegner diesen Namen "Löberitz" fürchten ist auch nicht ganz neu. Doch dass ein so kleiner Verein in die 2. Bundesliga aufsteigt, das hätte wohl niemand vorausgesagt.
Bemerkenswerte Leistung
Doch es ist amtlich, nach mehreren Jahren der Oberliga-Zugehörigkeit schaffte die Männermannschaft den ersten Platz in der Oberliga-Ost und damit den Aufstieg in die 2. Schachbundesliga. Das kleine Löberitz verwies Großstadtteams wie Leipzig, Magdeburg, Dresden und Chemnitz in die Schranken. Eine bemerkenswerte Leistung, die ihres gleichen sucht.
Das Team spielte bei einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit der lettischen Parlamentsabgeordneten und Großmeisterin Dana Reiznece-Ozola, Mannschaftsleiter Holger Pröhl, Martin Schuster, Christian Schindler, FIDE-Meister Harald Matthey, Fridolin Mertens, Andreas Bilawer, Norman Schütze, Pauline Mertens, Reyk Schäfer und Rebekka Schuster - das alles sind die Helden im Zörbiger Ortsteil Löberitz. Nach mehrjähriger Abstinenz hat nun das Land Sachsen-Anhalt neben der Mannschaft von USV Volksbank Halle, die in ihrem letzten Punktspiel den Abstieg noch abwenden konnte, das zweite Team in der Bundesliga.
Schwere Aufgabe
Auf die Löberitzer Schachspieler wartet ab der kommenden Saison eine schwere Aufgabe, doch im Moment überwiegt bei den Spielern die Freude über den Aufstieg. Der Löberitzer Mannschaftskapitän Holger Pröhl sieht das auch so und so freut sich der Traditionsverein auf die Dinge die da im nächsten Jahr kommen mögen.