Über 2.500 Mal gingen am Wochenende im Piesteritzer Freibad Aktive vom Startblock ins Wasser, beziehungsweise schlugen an. Der Schwimmwettkampf zum Stadtfest stieß auf große Resonanz. (FOTO: THOMAS KLITZSCH)
Der Gastgeber ist sehr zufrieden. Die traditionellen Schwimmwettkämpfe zum Wittenberger Stadtfest "Luthers Hochzeit" waren ein voller Erfolg. Weit über 600 Aktive reisten an, mit über 2.500 Starts wurde die in dieser Beziehung zweithöchste Teilnehmerzahl aller bisherigen Wettkämpfe verzeichnet. Es war immerhin das 16. Mal, dass Anfang Juni zu Luthers Ehren geschwommen wurde. Zudem zeigten sich die Gastgeber der Schwimmabteilung von Grün-Weiß Wittenberg mit ihren eigenen Ergebnissen durchaus einverstanden. Es purzelten eine ganze Menge bestehender Veranstaltungsrekorde, die teilweise bis in das Jahr 2001 zurückreichen.
Wittenbergs Schwimm-Abteilungsleiterin Katrin Pahnke-Meyer wuselte am Sonnabendmittag kurz vor der Eröffnung durch die Massen, wirkte aber trotzdem gelassen. "Wir sind bestens vorbereitet. Soeben haben die Kampfrichter ihre Einweisung erhalten. Dem Start steht nichts im Wege", schätzte sie kurz ein. Zudem, fügte sie zugleich an, zeige allein der Blick ins Becken und auf das Gelände des Piesteritzer Freibades, dass die Resonanz überwältigend sei. "Da haben wir doch jetzt bereits allen Grund, uns so richtig zu freuen."
Damit hatte die Abteilungsleiterin mehr als recht. Schon wer am Sonnabend oder Sonntag den Parkplatz des Freibades ansteuerte, hatte große Mühen, überhaupt einen freien Platz zu erhaschen. Rund um die Wettkampfstätte war außerdem ein großes Zeltlager entstanden. Viele der Aktiven plus Familie übernachteten gleich vor Ort. Und im Wasser fand sich an beiden Tagen - zumindest beim Einschwimmen - kaum noch ein freies Plätzchen. Da ging es bei den einzelnen Wettkämpfen natürlich ruhiger zu. Die Spannung stieg mit jeder Minute. Wer würde ganz oben auf dem Treppchen stehen? Wer schaffte es nicht ganz, die eigenen Erwartungen zu erfüllen?
In der Endabrechnung bewiesen die Gastgeber, dass sie den Sportschulen aus Halle und Magdeburg durchaus Stirn bieten konnten. Achtmal Gold, elfmal Silber und elfmal Bronze blieben nach den beiden Wettkampftagen in der Lutherstadt. Tina Kehlitz (100 Meter Lagen und 100 Meter Brust) sowie Teamkollege und Daniel Deutschmann (100 Meter Schmetterling, 100 Meter Freistil) standen gleich zweimal auf dem obersten Siegertreppchen. Ebenso die erste Wittenberger Mannschaft (Freistil- und Lagenstaffel). 32 neue Veranstaltungsrekorde wurden zudem aufgestellt.