Schwimmen: Meeuw fährt als EM-Zweiter zu den Spielen nach London

22.05.2012 21:29 Uhr | Aktualisiert 23.05.2012 16:38 Uhr
Drucken per Mail
Helge Meeuw

Helge Meeuw (FOTO: MZ)

Als Vize-Europameister wird Helge Meeuw in neun Wochen bei seinen dritten Olympischen Spielen auf den Startblock klettern. Der Magdeburger schlug bei der EM am Dienstag im ungarischen Debrecen über 100 Meter Rücken nach 54,06 Sekunden als Zweiter an.
Debrecen/Halle (Saale)/MZ/zag. 

Nur der Grieche Aristeidis Grigoriadis (53,86) war schneller als der angehende Arzt. "Ein zweiter Platz ist so schlecht nicht", schaufte Meeuw völlig ausgepumpt noch am Beckenrand. "Mein Ziel war die Olympianorm, und die habe ich im Halbfinale geschafft." Hätte er am Dienstag die 53,80 Sekunden vom Vortag wiederholt, wäre ihm sogar der Titelgewinn geglückt.

Dem Vize-Weltmeister von 2009 war diesmal ein exzellenter Start gelungen. "Ich wollte das einmal ausprobieren und bin ziemlich schnell angegangen", sagt der 27-Jährige. Doch auf den letzten Metern hatte der Grieche das bessere Stehvermögen. Meeuw war's egal. Nach der schwierigen Vorbereitung im Frühjahr mit längeren Zwangspausen war er froh, sich das London-Ticket im Nachsitzen doch noch geangelt zu haben. Bei den deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen in Berlin hatte es zur Norm noch nicht gereicht. Die Krankheiten, die Töchterchen Nike aus dem Kindergarten mitgebracht hatte, waren auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen. Bei den Spielen will er sich nun endlich den Traum erfüllen, den sich seine Frau Antje Buschschulte längst erfüllt hat und in ein olympisches Finale vordringen.

Ebenfalls Silber holte die deutsche Rückenschwimmerin Jenny Mensing über 200 Meter. Die Wiesbadenerin musste in 2:09,55 Minuten nur der Französin Alexianne Castel (2:08,41) den Vortritt lassen.

Auf Medaillenkurs liegt Daniela Schreiber. Die Hallenserin zog als Zeitschnellste der Halbfinals in 54,53 Sekunden in das Finale am Mittwoch über 100 Meter Freistil ein. Das schaffte als Drittschnellster auch ihr Trainingsgefährte Paul Biedermann über die doppelt so lange Strecke (1:47,92). FOTO: DPA