Daniela Schreiber (FOTO: MZ)
Und belehrte sich damit selbst eines besseren, denn bisher sah sie sich vor allem als Staffel-Schwimmerin. "Mit den anderen zusammen zu schwimmen motiviert mich unglaublich", hatte sie zuvor immer wieder behauptet und am ersten Wettkampftag die Bestätigung geliefert: Mit der schnellsten Zeit des gesamten Feldes hatte sie das deutsche Quartett zu Gold geführt. Am Dienstag schlug die Studentin aus Halle nach 54,53 Sekunden an und ließ Steffen um 18 Hundertstel hinter sich. Dennoch bleibt die frühere Juniorenweltmeisterin auf dem Boden. "Ich weiß, dass Britta und auch einige andere noch schneller schwimmen können", sagte die 22-Jährige. "Doch ich werde versuchen, dagegenzuhalten."
Dass die Hallenserin das schafft, glaubt ihre Rivalin. "Ich denke, dass sie fit ist und eine Medaillenchance hat", sagte Steffen und gab an, mit ihrem Halbfinal-Ergebnis "sehr zufrieden" zu sein. ARD-Expertin Franziska van Almsick nahm ihr das nicht ab. "Ich glaube trotzdem, es wurmt Britta, dass Daniela schneller ist ", sagte die frühere Weltklasseschwimmerin.
Ähnlich wird es Steffens Freund und Schreibers Trainingsgefährten Paul Biedermann gehen. Der Weltrekordler gewann zwar seinen Halbfinallauf über 200 Meter Freistil, doch in dem zweiten waren zwei andere schneller. Dass er dennoch seinen Titel am Mittwoch verteidigt, daran zweifelt niemand. FOTO: ARCHIV